aktuelle Projekte

Hier finden Sie Hinweise auf aktuelle Eigenprojekte oder Projektbeteiligungen des Institutes. Die abgeschlossenen Projekten finden Sie am Ende.

SFB 1266 Transformationsdimensionen

Logo SFB1266 Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften

Der SFB 1266 untersucht mit interdisziplinärem Forschungsansatz Transformationsprozesse prähistorischer und archaischer Epochen. Von 15.000 v. Chr. bis zur Zeitenwende fanden entscheidende Veränderungen in der Mensch-Umwelt-Interaktion statt, die heute die Entwicklung von spätpleistozänen Wildbeutergesellschaften bis zur Ausbildung früher Staaten beschreiben. In den verschiedenen Teilprojekten des SFB sind z.Z. 32 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angestellt, die zu den Gesellschafts- und Umwelteintwicklungen des genannten Zeitraumes vor allem in einem räumlichen Transekt zwischen Westlichem Ostseeraum und der Ägäis bzw. dem Schwarzen Meer arbeiten. Sprecher der SFB 1266 sind Wiebe Kirleis und Johannes Müller.

Das Institut ist mit zahlreichen Teilprojekten an diesem Sonderforschungsbereich beteiligt.

SFB 1266 - A: Theorie und Modellierung

Logo SFB1266 Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften

zur Clusterseite 

A1: Theorien zur Transformation prähistorischer und archaischer Gesellschaften (DFG GEPRIS)

Im Projekt A1 erfolgt die Auseinandersetzung mit bereits bestehenden Theorien zu Transformationen in prähistorischen und archaischen Gesellschaften, eine methodologische Bestandsaufnahme und schließlich die Entwicklung von Middle Range Theories in Zusammenarbeit mit den anderen SFB Teilprojekten. Hauptaufgabe ist die Konzeptualisierung komplexer archäologischer und paläoökologischer Faktoren in Zusammenarbeit mit den am Projekt beteiligten Disziplinen.

Teilprojektleitung: Annette Haug, Johannes Müller, Konrad Ott

zur Projektseite 

A2: Integratives Modellieren sozio-ökologischer Systemdynamiken (DFG GEPRIS)

Im Vordergrund des Projektes A2 steht die Entwicklung eines integrativen Rahmenkonzeptes zur Modellierung, mit dessen Hilfe Analysen und Simulationen räumlicher und zeitlicher Dynamiken von Transformationen, Adaptionen und Reorganisationen im Mensch-Umwelt-Verhältnis prähistorischer und archaischer Gesellschaften vorgenommen werden können. Dies wird auf der Basis der Daten und des Expertenwissens der SFB-Teilprojekte durchgeführt, um entsprechende Prozesse für den mediterranen und europäischen Raum modellieren zu können.

Teilprojektleitung: Rainer Duttmann, Oliver Nakoinz

zur Projektseite

SFB 1266 - B: Komplexe Wildbeuter

Logo SFB1266 Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften

zur Clusterseite

B1: Pioniere des Nordens: Veränderungen und Transformationen in Nordeuropa auf Grundlage hochauflösender Datensätze (DFG GEPRIS)

Das Projekt befasst sich mit kulturellen und sozio-ökonomischen Transformationen mobiler Wildbeutergemeinschaften im Kontext unterschiedlicher und sich ändernder Umweltbedingungen während des Prozesses der Kolonisierung des nordeuropäischen Raumes im Spätpaläolithikum. Zu diesem Zweck werden besonders gut erhaltene Fundstellen Norddeutschlands und Skandinaviens im Hinblick auf ihre archäologischen und umweltgeschichtlichen Quellen untersucht, um die Dynamik von technologischen Entwicklungen, Subsistenz und Interaktionsnetzwerken im Kontext der sich ändernden Umwelt zu erforschen.

Teilprojektleitung:  Berit Valentin Eriksen

zur Projektseite 

B2: Transformationsprozesse spezialisierter Wildbeutergruppen (DFG GEPRIS)

Das Projekt untersucht das Zusammenspiel sozialer und umweltbezogener Transformationen bei Jäger-und-Sammler-Gesellschaften während der Periode des Früh- und Mittelholozäns in Norddeutschland. Im Fokus steht der steigende menschliche Einfluss auf die Umwelt. Anhand der verfügbaren Daten wird das Verhältnis zwischen Umweltveränderungen, Wirtschaftsweisen, sozialer Organisation und menschlichem Einfluss auf die Umwelt erforscht.

Teilprojektleitung: Harald Lübke, Ulrich Schmölcke, John Meadows, Sönke Hartz

zur Projektseite

SFB 1266 - C: Einfache Bodenbauern

Logo SFB1266 Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften

zur Clusterseite

C1: Spätmesolithische und Neolithische Transformationen in der nordmitteleuropäischen Tiefebene (DFG GEPRIS)

Das Projekt nimmt eine vergleichende Perspektive ein, bezogen auf mehrere, aufeinanderfolgende markante Transformationsprozesse im Bereich sozialer Beziehungen und des Verhältnisses zur Umwelt vom späten Mesolithikum bis zum Ende des Neolithikums in der nordmitteleuropäischen Tiefebene. Es nutzt bereits existierende hochwertige Umweltarchive und archäologische Daten und führt Feldarbeiten durch, um Muster der Transformationen in ausgewählten Testgebieten untersuchen und vergleichen zu können.

Teilprojektleitung: Sönke Hartz, Johannes Müller

zur Projektseite 

C2: Die Dynamik von Siedlungskonzentration und Landnutzung in frühen sesshaften Gemeinschaften des Nordwestlichen Karpartenbeckens (DFG GEPRIS)

Das Projekt untersucht soziale Agglomerationsprozesse früher sesshafter Gesellschaften im Karpatenbecken mit einem Fokus auf die mit diesen Prozessen zusammenhängenden Veränderungen im Bereich sozialer Beziehungen, der Subsistenz, der Mobilität und Landnutzungsmustern. Siedlungen unterschiedlicher Größe und Struktur, Interaktionsmuster innerhalb von und zwischen Siedlungen und die Dynamik von Landschaftsänderungen werden analysiert.

Teilprojektleitung: Martin Furholt

zur Projektseite

SFB 1266 - D: Frühe Agrarwirtschaft und erste Metallurgen

Logo SFB1266 Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften

zur Clusterseite

D1: Bevölkerungskonzentration in Tripolye-Cucuteni Großsiedlungen (DFG GEPRIS)

Das Projekt untersucht Transformationen chalkolithischer Tripolye-Cucuteni Großsiedlungen im Hinblick auf soziale Voraussetzungen und Konsequenzen, räumliche Verhaltensmuster, Organisation von Subsistenz und Wirtschaft sowie Nutzung der natürlichen Ressourcen. Dabei werden insbesondere drei verschiedenen Regionen behandelt, in denen einzelne Großsiedlungen und ihr Umfeld im Mittelpunkt stehen und mittels archäologischer Prospektionen, Ausgrabungen, formaler Analyse von sozialem Raum und Umweltrekonstruktionen untersucht werden.

Teilprojektleitung: Hans-Rudolf Bork, Wiebke Kirleis, Johannes Müller

zur Projektseite 

D2: Transformationen sozialer und ökonomischer Praxis im Gebiet der Deutschen Mittelgebirge während des 3. Jahrtausends v.u.Z. (DFG GEPRIS)

Projekt D2 untersucht die Transformationen ritueller und ökonomischer Praxis und der Landschaftsnutzung im Kontext von Gesellschaften des 3. Jahrtausends v.u.Z., die gemeinhin mit dem ersten Auftreten der Schnurkeramik verbunden sind. Hauptfragestellung ist es, festzustellen inwieweit die sichtbaren Veränderungen im Bestattungsritus und in der materiellen Kultur mit ökonomischen Veränderungen sowie mit einer veränderten Landnutzung verbunden sind. Dies wird hauptsächlich durch die Untersuchungen zu sozialen Netzwerken, Mustern der Ernährung und der Mobilität erreicht.

Teilprojektleitung: Martin Furholt, Christoph Rinne

zur Projektseite 

D3: Die Bronzezeit in Nordmitteleuropa: Skalen der Transformation (DFG GEPRIS)

Das Projekt untersucht die sozialen, ökonomischen und ideologischen Aspekte zweier markanter Wendepunkte während der Bronzezeit im nördlichen Mitteleuropa (1650 und 1200 v.u.Z.) in einem vergleichenden, verschiedene räumliche Skalenebenen einbeziehenden Ansatz. Das Projekt ist auf fünf Testregionen konzentriert, die ein Transsekt von Norddeutschland nach Kleinpolen bilden und besonders hochwertige umwelthistorische Archive aufweisen. Sie erlauben einen Vergleich mit der Dynamik sozialer und ökonomischer Entwicklungen.

Teilprojektleitung: Jutta Kneisel

zur Projektseite

SFB 1266 - F: Sozio-ökologische Faktoren des Wandels

Logo SFB1266 Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften

zur Clusterseite

F1: Supra-regionale Krisen: Abrupter Klimawandel und Reaktionen (multi-kultureller) prähistorischer und archaischer Gesellschaften im westmediterranen Raum und in Südeuropa um 4200 vor heute (DFG GEPRIS)

Das Projekt zielt darauf ab, die komplexen sozio-ökologischen Transformationsprozesse aus supra-regionaler und kulturübergreifender Perspektive zu entflechten und insbesondere die Rolle abrupten Klimawandels und sozio-ökologischer Krisen, die vergangene Transformationsprozesse beeinflussen, zu analysieren. Im Fokus ist dabei zunächst das sog. 4.2 ka-Event und dessen Auswirkungen im westmediterranen Raum. Zur Anwendung kommen dabei a) geologische Analysen zu quantifizierbaren Proxies an marinen Klimaarchiven, um hydroklimatischen Wandel, z. B. Niederschlag (Analysen zu dD von n-Alkanen aus Pflanzenwachsen), saisonale Veränderungen der Seeoberflächentemperatur (SST) (Uk37´, planktonische Foraminiferen/ d18O) und Wandel der Hydrographie zu rekonstruieren und b) die Analyse archäologischer und paläo-ökologischer Daten.

Teilprojektleitung: Jutta Kneisel, Christoph Rinne, Ralph Schneider, Mara Weinelt

zur Projektseite

F2: Sozio-ökologische Transformationen und gegenseitige Abhängigkeiten (DFG GEPRIS)

Im Fokus von F2 steht die Rolle ökologischer Veränderungen für kulturelle Entwicklungen in Phasen kulturellen Wandels. Ausgehend von Pollenanalysen, geochemischen und Mikrofazies-Analysen werden zwei Ansätze verfolgt, die unterschiedliche räumliche und zeitliche Dimensionen bedienen. On-site und near-site Analysen an Sedimenten, begrabenen Böden, Kolluvien und archäologischen Befunden stellen Informationen zu lokalen Lebensbedingungen, menschlicher Aktivität und lokalem Umweltwandel mit hoher räumlicher Auflösung bereit. Um überregionalen Wandel der Mensch-Umweltbeziehungen zu identifizieren, werden jahresgeschichtete Seesedimente auf einem geographischen Transsekt über verschiedene ökologische und kulturelle Zonen von Nordwestdeutschland bis Südostpolen miteinander verglichen.

Teilprojektleitung: Hans-Rudolf Bork, Walter Dörfler

zur Projektseite

F3: Dynamik der Pflanzenökonomie in prähistorischen und archaischen Gesellschaften (DFG GEPRIS)

Um Auslöser und Komponenten transformativer Entwicklungen von Subsistenzsystemen samt ihrer sozialen Rückkopplungen zu verstehen, wird ein multi-proxy Ansatz angewendet, der quantifizierbare Belege aus den Bereichen Archäobotanik, Archäologie/materielle Kultur und Ethnographie zusammenführt. In einer diachronen Perspektive werden auf einem räumlichen Transsekt ausgehend von der nordeuropäischen Tiefebene über das östliche Zentraleuropa bis zum Karpatenbecken archäobotanische Daten mit solchen der materiellen Kultur verglichen, die für den Nahrungserwerb und landwirtschaftliche Praktiken relevant sind, und sodann ethnographischen Daten gegenüber gestellt, um mögliche Typologien technologischen Wandels der Subsistenzökonomie zu erschließen.

Teilprojektleitung: Wiebke Kirleis

zur Projektseite

F5: Die soziale Dimension technologischen Wandels (DFG GEPRIS)

Technologie ist ein wichtiges Medium für sozio-ökologische Wechselbeziehungen besonders in Zeiten des Wandels. Einerseits kann die Einführung neuer Technologien als Antwort auf gesellschaftlichen Wandel interpretiert werden, andererseits können technologische Innovationen der Auslöser oder direkte Ursache einer Transformation sein. Das Ziel des Projektes ist es, sowohl die kulturspezifischen und generellen anthropologischen Muster, als auch die individuellen Entscheidungen in Bezug auf die Annahme, Auswahl und Ablehnung von Technologien zu untersuchen und gleichzeitig deren Relevanz für die verschiedenen Arten von Transformation und deren sozio-ökologische Wechselbeziehungen zu prüfen. Durch die Einbeziehung internationaler Gastwissenschaftler soll ein Dialog mit den PIs innerhalb des SFBs geschaffen werden.

Teilprojektleitung: Berit Valentin Eriksen, Martin Furholt, Johannes Müller

zur Projektseite

Unetice North

Grabhügel von Lenki MaleSpätneolithisch-frühbronzezeitliche Entwicklungen im südwestbaltischen Raum (2500-1500 v.Chr.): Warum entstehen Machtstrukturen vom Typ Bruszczewo-Leki Male?

DFG: Projektnummer 277223019 GEPRIS

Die soziale Entwicklung der nördlichen Aunjetitzer Kultur im südwestlichen Ostseeraum (von Holstein bis nach Großpolen) weisst eine außergewöhnliche Agglomeration von Machtstrukturen auf. Die Ursachen dieses Prozesses sind nach wie vor unklar, besonders, was die Wurzeln der frühbronzezeitlichen Gesellschaften vor dem Hintergrund des Spätneolithikums mit z.B. Schurkeramik und Glockenbechern betrifft. Unsere polnisch-deutschen Forschungen zur frühbronzezeitlichen befestigten Siedlung Bruszczewo (Region Koscian in Großpolen) haben gezeigt, dass tatsächlich besonders stabile und innovative Aunjetitzer Machtstrukturen, die wir als Bruszczewo-Leki Male Typ bezeichnen, über Jahrhunderte existierten. Aber vergleichbar zum übrigen südwestbaltischen Raum, ist es auch hier bisher unmöglich, Ursprünge und Beziehungen zu den vorhergehenden sozio-kulturellen Phänomenen zu klären.

Unser Projekt beinhaltet primär zwei miteinander verbundene Ziele. Erstens sollen Charakter und Rolle der spätneolithischen Gesellschaften für die Konstruktion der Aunjetitzer Identitäten im südwestbaltischen Raum geklärt werden (Makroebene). Zweitens soll erarbeitet werden, auf welche Weise diese Rollen in der Aunjetitzer Koscian-Gruppe der wirkten (Mikroebene).

Antragsteller:

 

RADON-B Radiokarbondaten Online

Radon-B-Bild.png RADON-B – Radiokarbondaten online
Datenbank europäischer 14C-Daten für die Bronze- und die frühe Eisenzeit (Version 2013)
Basierend auf der Arbeit von Martin Hinz, Jutta Kneisel, Nina Krischke, Johannes Müller, Christoph Rinne, Marcel Rodens, Helle Vandkilde
Finanzierung: GSHDL

Die Datenbank dient der schnellen Übersicht über 14C-Daten aus Europa. Der Zeitrahmen wurde auf die Bronze- und frühe Eisenzeit beschränkt und deckt den Zeitraum von 2300 bis 500 v. Chr. ab. Innerhalb der Datenbank kann nach geografischen, zeitlichen Faktoren aber auch nach Art des Probenmaterials, der Fundstellen oder der Befunde sortiert werden. Die Autoren hoffen, mit RADON- B einen aktuellen Überblick über die absolutchronologischen Datierungen in Europa zu gewährleisten und somit einen wichtigen Beitrag zur europäischen Chronologiediskussion zu liefern.

Zwischen Wikingern und Hanse

wikinger-hanse.png

Kontinuität und Wandel des zentralen Umschlagplatzes Haithabu/Schleswig im 11. Jahrhundert

zur Projektseite
Finanzierung: VW Stiftung, Förderformat "Forschung in Museen"

Das Archäologische Landesmuseum in Schleswig beherbergt die Hinterlassenschaften zweier am inneren Ende der Schlei nahe beieinander liegender historischer Stätten mit europäischer Bedeutung: Haithabu, das vom 8. bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts bestand und Schleswig, dessen Entwicklung in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts begann.

SPP1400 Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung

spp1400-logo.pngZur Entstehung und Entwicklung neolithischer Großbauten und erster komplexer Gesellschaften im nördlichen Mitteleuropa.

zur Projektseite
Finanzierung: DFG Schwerpunktprogramm

DFG-Science-TV.png Wie und warum entstanden die ersten Monumente in Norddeutschland? Welche Rolle spielten wirtschaftliche Veränderungen? Welchen Einfluss hatte das Klima? Welche Gesellschaften entwickelten was für einen sozialen Raum? Welche sozialen Differenzen lassen sich feststellen? Wie und warum endeten die Trichterbecher-Gesellschaften? Diese weitere Fragestellungen sind Thema des am Institut koordinierten Schwerpunktprogrammes. Der Beginn des SPP 1400 wurde mit der Kamera begleitet und in 3 - 4 minütigen Kurzfilmen auf DFG Science TV vorgestellt.

SPP1400 : Gleichheit & Ungleichheit

SPP : Ungleichheit

Gleichheit und Ungleichheit: Die soziale Differenzierung in Nordmitteleuropa 4300 - 2400 v. Chr (DFG)

zur Projektseite
Finanzierung: DFG Schwerpunktprogramm

Eine Fokussierung auf Aspekte der Sozialstrukturen trichterbecherzeitlicher Gemeinschaften erfolgt im Projekt "Gleichheit und Ungleichheit". Im Mittelpunkt stehen dabei die megalithischen Anlagen, deren Errichtung sich auf das wirtschaftliche und soziale Gefüge der Gesellschaften ausgewirkt haben wird. Im Zuge der Forschungsarbeiten wird zudem eine Verknüpfung mit ethnografischen Daten rezenter megalithisch geprägter Gesellschaften erfolgen, die noch heute in Indien und Indonesien zu finden sind. Die Einbindung sozialtheoretischer, ethnografischer und archäologischer Daten soll letztlich eine Bewertung sozialer Implikationen des Baus megalithischer Anlagen ermöglichen.

SPP1400 : Landwirtschaft und Umwelt

spp1400-landschaft.png

Differenzierung von Landwirtschaft und Umwelt als Grundlage früher Monumentalität im Neolithikum Norddeutschlands (DFG)

zur Projektseite
Finanzierung: DFG Schwerpunktprogramm

Mit Hilfe archäobotanischer und pollenanalytischer Arbeiten wird das Datennetz zur Wirtschaft und Umwelt des nordmitteleuropäischen Neolithkums verdichtet, um gezielt Fragestellungen nach Umweltveränderungen, Anbaumethoden, Wirtschaftsraum und Mehrprodukt beantworten zu können.

SPP1400 : Büdelsdorf und Albersdorf

spp-buedelsdorf.png

Monumentale Grabenwerke, nichtmegalithische und megalithische Grabbauten des Früh- und Mittelneolithikums (DFG)

zur Projektseite
Finanzierung: DFG Schwerpunktprogramm

Die radial auf das Grabenwerk Büdelsdorf zulaufenden Megalithanlagen von Borgstedt im südlichen Schleswig und das Grabenwerk Dieksknöll mit benachbarten Megalithanlagen dienen dazu, Beziehung und Bedeutung sowohl von Grabenwerken als auch von Einfriedungen zu ergründen.

SPP1400 : Megalithanlagen und Siedlungsmuster in Ostholstein

Wangels KeramikMegalithanlagen und Siedlungsmuster im trichterbecherzeitlichen Ostholstein (3500-2700 v.Chr.): Mittleres Travetal und Westlicher Oldenburger Graben (DFG)

zur Projektseite
Finanzierung: DFG Schwerpunktprogramm

Die trichterbecherzeitliche Fundlandschaft Ostholsteins ist durch küstennahe und Inlandsbesiedlung charakterisiert, die durch eine vergleichende Untersuchung im mittleren Travetal und dem westlichen Oldenburger Graben Aufschluss über Größe, Funktion und Ökonomie trichterbecherzeitlicher Siedlungen geben werden.

SPP1400: Haldensleben - Hundisburg

spp1400-haldensleben.png

Entstehung, Funktion und Landschaftsbezug von Großsteingräbern, Grabenwerken und Siedlungen der Trichterbecherkulturen in der Region Haldensleben-Hundisburg (DFG)

zur Projektseite
Finanzierung: DFG Schwerpunktprogramm

An der Grenze zwischen Löss- und Moränenlandschaft bei Haldensleben (Sachsen-Anhalt) findet sich eine besonders hohe Konzentration von Großsteingräbern räumlich separiert von Grabenanlagen. Welche Bedeutung hat dies? Wie wirkt sich die Grenze zwischen Alt- und Neusiedelland aus? Was für soziale Implikationen haben die räumlichen Strukturen?

SPP1400 : Bevölkerung, Kommunikation und Tradition

spp1400-kommunikation.png

Bevölkerungsdichte, Kommunikationsstrukturen und Traditionsräume in der Trichterbecherkultur (DFG)

zur Projektseite
Finanzierung: DFG Schwerpunktprogramm

Zahlreiche Archive zu den Trichterbechergesellschaften sind bereits bekannt, müssen nur ausgewertet werden. Die Rekonstruktion von räumlichen Verteilungsmustern sowohl von Monumenten als auch Fundtypen stellt eine Basis für statistische Analysen dar, die in der Konsequenz zur Rekonstruktion von Bevölkerungsgrößen führen dürften. 

SPP1400 : Ozean und nordisches Klima

spp1400-klima.png

Mittelholozäne Klimavariabilität in Norddeutschland und angrenzenden Meeresgebieten

zur Projektseite
Finanzierung: DFG Schwerpunktprogramm

Die Nutzung von marinen Archiven ermöglicht das Identifizieren von Klimaproxies, die bei der Rekonstruktion des Wetters im neolithischen Norddeutschland eingesetzt werden können.

SPP1400 : Zeitliche und räumliche Differenzierung

SPP: Zeitliche DifferenzierungZeitliche und räumliche Differenzierung der Trichterbecher Kultur

zur Projektseite
Finanzierung: DFG Schwerpunktprogramm

Detailed and accurate independent chronologies for the individual regions are essential to quantify the spatial patterns of the developing Neolithic cultures. This project will act as a 14C central dating and chronology project for the other SPP projects.

SPP1400 : Koordinierung

spp1400-koordination.png

Koordinierung des SPP1400 "Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung" (DFG)

zur Projektseite
Finanzierung: DFG Schwerpunktprogramm

Aufbau und Pflege der gemeinsamen Datenbank aller Projekte und das Organisieren der Schwerpunkt-internen Kommunikation ist eine der Hauptaufgaben des Koordinationsprojektes.

Bruszczewo: Bronzezeit in der großpolnischen Siedlungskammer von Koscian (DFG)

Kneisel-Bruszczewo.png

zur Projektseite
Finanzierung: DFG

Im Rahmen einer langjährigen Zusammenarbeit mit der Universität Poznan werden ca. 60 km südlich von Poznan Forschungen zum Endneolithikum und zur Frühbronzezeit durchgeführt. Es handelt sich dabei um ausgedehnte Prospektionen, die Ausgrabung einer frühbronzezeitlichen Siedlung und, zukünftig geplant, einer endneolithischen Fundstelle. Über reichhaltige paläoökologische Befunde ist eine Rekonstruktion der Beziehung Mensch-Umwelt möglich.

Die Forschungen werden durch das im Rahmen des Beethoven-Programmes der DFG und NSC geförderten deutsch-polnischen Projektes "The Late Neolithic and Early Bronze Age in the Southwestern Baltic area (2500-1500 BC). Why did Bruszczewo-Łęki Małe political structures develop?" erweitert auf Untersuchungen im gesamten südwestlichen Ostseeraum.

Megalithlandschaft Altmark (DFG)

demnick-luedelsen.png

Informationen zum Projekt
Finanzierung: DFG

Die Ausgrabungen von zwei Großsteingräbern bei Lüdelsen und die Sondagen in einem Erdwerk und einer Siedlungsstelle bei Tangeln (Denis Demnick u. Sarah Diers) sollen neben pollenanalytischen und sedimentologischen Untersuchungen die Rekonstruktion der mittelneolithischen Siedlungs- und Grablandschaft ermöglichen. Eine Kombination aus paläoökologischen Daten, Prospektionen, Grabuntersuchungen und Siedlungs- bzw. Erdwerkssondagen soll das Verhältnis zwischen neolithischer Monumentalarchitektur, Siedlungsstrukturen und Umweltveränderungen klären. Das Projekt findet in enger Kooperation mit dem Landesmat für Denkmalpflege und Archäologie Land Sachsen-Anhalt statt (LDA LSA).

Okoliste: Siedlungsarchäologie im Zentralbalkan (DFG)

hofmann-okoliste.png

Forschungen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte spätneolithischer Bevölkerungsgruppen (5.500-4.500 v.Chr.) (DFG)

zur Projektseite
Finanzierung: DFG

In Bosnien haben die Prospektionen und Ausgrabungen der Römisch-Germanischen Kommission (Knut Rassmann) und der Christian-Albrechts-Universität (Johannes Müller) in Zusammenarbeit mit dem Bosnisch-Herzegovinischen Landesmuseum Sarajevo (Zilka Kujundzic) begonnen. Etwa 50 km nördlich von Sarajevo wird im Kanton Visoko ein Tell ausgegraben, der im Ort Okoliste an der Bosna liegt.

Geomagnetik in Südosteuropa (DAI)

mischka-suedosteuropa.png

zur Projektseite
Finanzierung: DAI, GSHDL

Im Rahmen des DAI-Clusters I führt das Institut für Ur- und Frühgeschichte in enger Kooperation mit der Eurasienabteilung des DAI (Prof. Svend Hansen) und in Zusammenarbeit mit dem Historischen Nationalmuseum Cluj (Prof. G. Lazarovic, Dr. Z. Maxim), dem Archäologisches Institut Iaşi (Dr. C. M. Lazarovici, Prof. D. Monah), dem CMJ Piatra-Neamţ (Prof. G. Dumitroaia) und dem Brukenthalmuseum Sibiu (Prof. S. A. Luca) geomagnetische Prospektionen auf neolithischen und kupferzeitlichen Siedlungen in Rumänien durch. 2007 und 2008 konnten insgesamt 10 Fundorte untersucht werden, teilweise mit verblüffenden Ergebnissen.

NoNeK (DFG)

mischka-nonek.png

ein Aufnahmesystem für prähistorische Keramik aus dem nördlichen Mitteleuropa.

zur Projektseite
Finanzierung: DFG, GSHDL

Mit dem allgemeinen Aufnahmesystem NoNeK wird die Vergleichbarkeit von Keramikanalysen zwischen unterschiedlichen Fundplätzen ermöglichst. Dies wird zu neuen Erkenntnissen verhelfen durch Vergleiche zu räumlich als auch zeitlich getrennten Fundplätzen oder auch unterschiedlichen Quellengattungen wie z.B. zwischen Gräbern und Siedlungen.