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Grabhügel von Lenki MaleSpätneolithisch-frühbronzezeitliche Entwicklungen im südwestbaltischen Raum (2500-1500 v.Chr.): Warum entstehen Machtstrukturen vom Typ Bruszczewo-Leki Male?

DFG: Projektnummer 277223019 GEPRIS

Die soziale Entwicklung der nördlichen Aunjetitzer Kultur im südwestlichen Ostseeraum (von Holstein bis nach Großpolen) weisst eine außergewöhnliche Agglomeration von Machtstrukturen auf. Die Ursachen dieses Prozesses sind nach wie vor unklar, besonders, was die Wurzeln der frühbronzezeitlichen Gesellschaften vor dem Hintergrund des Spätneolithikums mit z.B. Schurkeramik und Glockenbechern betrifft. Unsere polnisch-deutschen Forschungen zur frühbronzezeitlichen befestigten Siedlung Bruszczewo (Region Koscian in Großpolen) haben gezeigt, dass tatsächlich besonders stabile und innovative Aunjetitzer Machtstrukturen, die wir als Bruszczewo-Leki Male Typ bezeichnen, über Jahrhunderte existierten. Aber vergleichbar zum übrigen südwestbaltischen Raum, ist es auch hier bisher unmöglich, Ursprünge und Beziehungen zu den vorhergehenden sozio-kulturellen Phänomenen zu klären.

Unser Projekt beinhaltet primär zwei miteinander verbundene Ziele. Erstens sollen Charakter und Rolle der spätneolithischen Gesellschaften für die Konstruktion der Aunjetitzer Identitäten im südwestbaltischen Raum geklärt werden (Makroebene). Zweitens soll erarbeitet werden, auf welche Weise diese Rollen in der Aunjetitzer Koscian-Gruppe der wirkten (Mikroebene).

Antragsteller: