Prof. Dr. Henny Piezonka

Juniorprofessur für Anthropologische Archäologie

Johanna-Mestorf-Str. 2-6, R.140
Telefon: +49 431 880-1621
Telefax: + 49 431 880-7300
hpiezonka@ufg.uni-kiel.de

Sprechstunde: Donnerstag 14-15 Uhr
Lehrveranstaltungen im UnivIS

Forschungsschwerpunkte

Archäologie Nordosteuropas, Sibiriens und Innerasiens; Jäger-Sammler-Fischer in Nordeurasien; Neolithische Kulturerscheinungen in globaler Perspektive; Mobilität und Sesshaftigkeit; Ethnoarchäologie im postsowjetischen Russland; Keramikanalyse; Rekonstruktion von Ernährung und Subsistenzwirtschaft; Radiokarbondatierung und Reservoireffekte

Lebenslauf

Wissenschaftliche Positionen

Seit 2016 Juniorprofessorin für Anthropologische Archäologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
2015-2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc) am Deutschen Archäologischen Institut, Berlin; DFG-Forschungsprojekt zur Kultur- und Umweltgeschichte in Nordosteuropa vom Neolithikum bis zur Eisenzeit (Veksa, Russia)
2011-2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc) an der Universität Greifswald; Forschung: verschiedene Projekte zur eurasischen Vorgeschichte (Mittel- und Osteuropa, Sibirien, Mongolei, Sizilien)
2008-2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Prae-Doc/Post-Doc) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; BMBF-Projekt “Geoarchäologie der Steppe: Zur Rekonstruktion von Kulturlandschaften im Orchon-Tal, Zentrale Mongolei”
2004-2008 Wissenschaftliche Hilfskraft/Doktorandin am Deutschen Archäologien Institut, Berlin; Forschung: Bronze- und Eisenzeit in Sibirien und der Mongolei

Wissenschaftliche Ausbildung

2010 Dr. phil., Freie Universität Berlin (summa cum laude), Doktorarbeit: „Die nordosteuropäische Waldzone im Neolithikum. Studien zu den Gruppen mit früher Keramik nördlich und östlich der Ostsee“
2003 M.A., Humboldt-Universität zu Berlin (mit Auszeichnung), Magisterarbeit: “Die Erforschung der Bronze- und frühen Eisenzeit in der ehemaligen Neumark bis 1945”
1995-2003 Studium der Ur- und Frühgeschichte, Klassischen Archäologie und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Glasgow

Auszeichnungen

2012      Dr.-Walther-Liebehenz-Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Ur- und Frühgeschichte des Ostseeraumes, Dr.-Walther-Liebehenz-Stiftung, Göttingen (für die Doktorarbeit)
2004  Rudolf-Virchow-Förderpreis, Berlin Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, Berlin (für die Magisterarbeit)
2003 

Humboldt-Preis, Humboldt-Universität zu Berlin (für die Magisterarbeit)

Mitgliedschaften

International Society for Hunter-Gatherer Research (seit 2018)

Wissenschaftlicher Beirat der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (seit 2018)

Deutsches Archäologisches Institut (Korrespondierendes Mitglied, seit 2017)

Society of East Asian Archaeology (seit 2015)

Deutsch-Mongolische Gesellschaft (seit 2015)

Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg (seit 2002)

Presse

NDR: Interview und Bericht zur Abt. Anthropologische Archäologie und den Forschungen von Henny Piezonka, Juni 2019 (Link zum Bericht)

Neuer Deutschland: Zeitungsbericht zu aktuellen Forschungen auf dem mesolithischen Gräberfeld von Groß Fredenwalde (Lehrgrabung Henny Piezonka), September 2019 (Link zum Bericht)

Jugra-TV, Russland: Bericht und Interview Kieler Forschergruppe um Henny Piezonka mit russischen Kooperationspartnern zum Thema Steinzeitforschung und Ethnoarchäologie in Westsibirien, August 2019 (Link zum TV-Beitrag)

 

Projekte und Ausgrabungen

Projekte 2019

Laufende Forschungen der Abteilung Anthropologische Archäologie in Eurasien. Grün: Taiga.

Mesolithisches Gräberfeld Groß Fredenwalde, Brandenburg

 

Neue Forschungen am ältesten Bestattungsplatz in Norddeutschland

Der Weinberg bei Groß Fredenwalde ist nicht nur eine wichtige Landmarke der Uckermark, sondern auch Fundort einer archäologischen Sensation: Vor 8.500 Jahren haben auf dem Hügel mittelsteinzeitliche Menschen einen Bestattungsplatz angelegt. Die Universitäten Göttingen und Kiel sowie die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin erforschen den Platz gemeinsam mit der Landesarchäologie Brandenburg. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt das zweijährige Forschungsprojekt, an dem die Universität Kiel über die Mit-antragstellerin Prof. Dr. Henny Piezonka beteiligt ist. Erste Gräber wurden schon 1962 bei Bauarbeiten auf dem Hügel entdeckt, doch die große Bedeutung des Platzes wurde erst vor wenigen Jahren bei Nachgrabungen deutlich. Ein Team unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Terberger vom Seminar für Ur- und Frühgeschichte der Universität Göttingen entdeckte unter anderem das Grab eines jungen Mannes, der mit Beigaben wie Knochenspitzen und Flintmessern in aufrechter Position seine letzte Ruhe fand. Zudem fanden die Forscher das Grab eines Kleinkindes, das mit rotem Ocker bestreut würdevoll beigesetzt worden war – bisher das älteste Grab auf dem Berg. „Bislang waren aus der Mittelsteinzeit wenige Einzelgräber oder kleine Grabgruppen der mobilen Jäger und Sammler bekannt“, sagt Terberger. „Der Bestattungsplatz in Groß Fredenwalde wurde offenbar bewusst von einer Gemeinschaft angelegt und über Jahrhunderte genutzt.“ Die Skelettreste auf dem Bestattungsplatz sind so gut erhalten, dass sie mit naturwissenschaftlichen Metho-den untersucht werden können. Die Mehrzahl der Grabstellen gehört in die Zeit um 6.000 vor Christus; eine datiert in die Zeit um 5.000 v.Chr., als bereits die ersten Bauern der Linienbandkeramik die Uckermark koloni-siert hatten. Das Gräberfeld eröffnet daher die Chance, die letzten Jäger und Sammler vor und nach dem Be-ginn der „neolithischen Revolution“ in Norddeutschland zu studieren und durch Pollenanalysen, durchgeführt von der Abteilung für Umweltarchäologie und Archäobotanik der Universität Kiel, auch Umweltveränderungen in den Blick zu nehmen. Ob es in dieser Zeit schon zu Vermischungen zwischen Ureinwohnern und ersten Bauern gekommen ist, soll durch genetische Analysen mit Unterstützung des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena geklärt werden.

Groß Fredenwalde 2019: Lehrgrabung der Universitäten Kiel und Göttingen.

Groß Fredenwalde 2019: Lehrgrabung der Universitäten Kiel und Göttingen (Foto: rbb/Alexander Wolk).

Im Sommer 2019 fanden erste Feldforschungen im Rahmen des DFG-Projekts statt. Im Frühjahr wurde durch die Projektpartner der HTW Berlin eine Blockbergung einer Bestattung durchgeführt, deren Analyse unter Laborbedingungen derzeit läuft. Bei weiteren Ausgrabungen im August und September 2019 unter Beteiligung von Studierenden der Universitäten Kiel und Göttingen im Rahmen einer Lehrgrabung konnten zwei weitere Körpergräber lokalisiert werden. Im Herbst werden erste Seebohrungen zur Gewinnung von Sedimentkernen für Untersuchungen zur Vegetations- udn Landschaftsentwicklung durchgeführt. Hier arbeiten Spezialisten der Universität Greifswald (Dr. Sebastian Lorenz) und Archäobotaniker der Universität Kiel (Dr. Magdalena Wieckowska-Lüth) Hand in Hand.

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (Förderzeitraum: 2019-2021)

 

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

Mitarbeiterinnen:
  • Prof. Dr. Henny Piezonka (Projektleitung, Archäologie)
  • Dr. Magdalena Wieckowska-Lüth (Palynologie)

 

Projektpartner:
  • Prof. Dr. Thomas Terberger, Göttingen University (Projektleitung)
  • Prof. Dr. Franz Schopper, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege (Projektleitung)
  • Prof. Dr. Thomas Schenk, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (Projektleitung)

 

INDUCE - The Innovation, Dispersal and Use of Ceramics in NE Europe

 

The origins, adoption and use of pottery vessels are among archaeology’s most compelling issues. Pottery vessels are no longer viewed in western archaeology as a material correlate of sedentary farming life in the Neolithic. Despite recognition of pottery vessels in hunter‐gatherer contexts in some parts of northern Europe and the former Soviet Union, their impact on, and role in, hunter-gatherer lifeways has been regarded as peripheral to mainstream European prehistory. The project seeks to rebalance the evidence and the debate, placing the innovation, dispersal and use of pottery vessels among hunter‐gatherers in NE Europe at the heart of the enquiry. Virtually nothing is known of the choices underlying the adoption of pottery vessels or the uses to which they were put. Similarly, there is little understanding of the environmental contexts that led to the emergence of pottery or the timing and dynamics of its apparent westward dispersal across NE Europe, nor its legacy following the introduction of food production. INDUCE will tackle these important challenges with an integrated approach to reconstructing the contextual life histories of over 2000 pottery vessels, enhancing chronological control of early pottery horizons through 600 14C dates, investigating the typology of several thousand vessels from across the study region, creating spatio‐temporal models for the spread of different pottery traditions and documenting the impact of the introduction of farming on the use of vessels for resource utilisation. This new understanding of pottery manufacture, dispersal and use across NE Europe will inspire a fundamental re‐evaluation of later hunter‐gatherer prehistory and culminate in an alternative narrative for the ‘Neolithisation’ of Europe.

Weitere Informationen: http://www.earlypottery.org/projects/innovation-dispersal-and-use-ceramics-ne-europe

Förderung: European Research Council (ERC Advanced Grant, PI: C. Heron) (Förderzeitraum: 2016-2021)

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

 
Mitarbeiterin:
  • Prof. Dr. Henny Piezonka

 

Kooperationspartner:

 

Nomaden der Taiga: Ethnoarchäologie in Westsibirien

 

Ethnoarchäologische Forschungen bei den Selkupen, einer mobilen Jäger-Fischer-Gemeinschaft in Sibirien

Die Taz-Selkupen leben im nördlichen Westsibirien zwischen Ob‘ und Enissej. Sie sind eine der letzten indigenen Gruppen, die ihre traditionelle Lebensweise als nomadische Jäger-Fischer und Rentierhalter in der Taiga bis heute bewahrt hat. Das Projekt bietet die einzigartige Chance, ethnoarchäologische Forschungen bei Wildbeutern der Waldzone zu durchzuführen. Eine besonders interessante Konstellation ergibt sich dadurch, dass die Selkupen erst im 17. Jahrhundert nach Norden an den Taz-Fluss gewandert sind, während der Großteil der Gruppe in den angestammten Gebieten im Süden in der Region Tomsk geblieben sind. Mit einer Kombination aus archäologischen, ethnologischen, linguistischen und naturwissenschaftlichen Methoden können hier Stadien und Facetten der durch eine solche Wanderung ausgelösten Adaptionsprozesse aus unterschiedlichen Blickwinkeln erforscht werden.

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

Taz-Region, Westsibirien. Aufgelassenes Wohnzelt einer selkupischen Familie in der Taiga am Fluss Pokalka, Sommer 2016 (Foto: H. Piezonka).

Im August 2016 fand eine erste gemeinsame deutsch-russische Feldkampagne statt. Teams aus Ethnologen und Archäologen führten Surveys am Taz und seinen Nebenflüssen durch und dokumentierten zahlreiche bisher unbekannte archäologische Fundplätze sowie aufgelassene und heute noch genutzte Siedlungsplätze und Aktivitätszonen (Zelte, Erdhäuser, Rauchhäuser für Rentiere, Fischzäune etc.). Archäobotaniker und Geowissenschaftler widmeten sich Veränderungen der Vegetation durch menschliche Aktivitäten. Interviews mit den selkupischen Familien gaben Einblicke in die Hintergründe von Siedlungs- und Mobilitätsmustern, in die Alltagskultur und in die Nutzung und Bedeutung verschiedener materieller Objekte.

Fischer Taz

Taz-Region, Westsibirien. Selkupischer Fischer in seinem Einbaum bei der täglichen Kontrolle der Netze, Sommer 2017 (Foto: C. Engel).

In den Sommern 2017 und 2018 wurden die Surveys am Taz und seinem Nebenfluss Pokalky fortgesetzt. Für mehrere archäologische Fundplätze mit Grubenhäusern, aber auch für rezente Sommer- und Wintersiedlungen selkupischer Familien konnten konnten 3D-Geländemodelle und fotogrammetrische Pläne erstellt werden. Im Beisein eines ehemaligen Bewohners wurde ein Winterhaus aus dem Jahr 1982 archäologisch untersucht. Im Gespräch mit dem noch heute mobil lebenden Jäger, Fischer und Rentierhalter konnten zahlreiche Informationen zum Baugeschehen, zu Grundriss und Raumnutzung sowie zur Lebens- und Wirtschaftsweise der Bewohner erfasst werden, welche die archäologisch sichtbaren Informationen ergänzen und wertvolle Belege für die verschiedenen lebensweltlichen Hintergründe der Entstehung von Mustern materieller Kultur liefern.

Winterhaus

Taz-Region, Westsibirien. Höhenmodell des Winterhauses der Familie Irikov von 1982 während der Ausgrabung mit Resten der Erdschüttung und den zugehörigen Erdentnahmegruben, Sommer 2017 (Grafik: P. Kramarenko / M. Oczipka).

 

 

Förderung: Gerda Henkel Stiftung (Förderzeitraum: 2017-2018)

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

 
 
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen:

Prof. Dr. Henny Piezonka; Prof. Dr. Wiebke Kirleis; Christoph Engel M.A.

Kooperationspartner:

 

Stone Age hunter-gatherer fortifications

 

Defending the Taiga - The phenomenon of fortified Stone Age hunter-gatherer settlements in Western Siberia

When do hunter-gatherers build fortifications? What are the reasons for the construction of complex enclosed settlements, and what role do they play in the negotiation and appropriation of space? These questions touch on a central but underexplored field in current anthropological debates on peace, war and the human nature. The emergence of fortified sites among Stone Age hunter-gatherers in the Western Siberian taiga in the 7th-6th millennium BC is an outstanding and unique phenomenon in world prehistory. Although representing one of the earliest instances of communities enclosing and fortifying their settlements worldwide, the phenomenon has not been recognized beyond regional Russian archaeology and remains virtually unknown in the wider scientific community.

Amnya 1, 2019

Stone Age house pit and contemporary Khanty bird trap on Amnya 1 promontory fort, Western Siberia, summer 2019 (photo: H. Piezonka).

The early enclosed sites in the taiga coincided with a range of other innovations that bear witness to substantial sociocultural and economic changes, among them the appearance of pottery vessels, the foundation of sacrificial mounds, and a decrease in residential mobility reflected by the rise of pit houses. It is unclear, however, what led to such complex hunter-gatherer life ways with new enclosed complex settlement types. Did intergroup conflicts develop that were severe and foreseeable enough to necessitate the construction of defences? Did ritual or communal drivers lead to new forms of appropriating space and landscape? Which internal social and cultural mechanisms, external influences and environmental factors have been at play in these processes? Further peaks of fortification construction in the Siberian taiga occur in the Iron Age and in early modern times. Ethnohistorical and historic archaeological evidence in Western Siberia indicates that such defences were protecting hunter-fisher communities from raids of other foraging groupsand of herding nomads, both from the steppe, taiga and the tundra. The evidence also shows that complex agglomerated and partly subterranean settlements in the north can, besides a defensive function, also be connected to the climatic conditions in the Siberian winters. Investigations of the phenomenon of the Stone Age Siberian complex enclosed settlements have the potential to open up a new facet in hunter-gatherer archaeology and to enhance the understanding of the rise and effects of intergroup conflict in acephalous, heterarchical societies.

Kayukovo, helikopter

Helikopter transport to Kayukovo, Western Siberia, summer 2018 (photo: S. Lips).

Kayukovo, geophysics

Kiel students conducting geomagnetic survey of 7000 year old house pit, Kayukovo, Western Siberia, summer 2018 (photo: S. Lips).

Since 2016, Russian and German scholars from various scientific institutions collaborate in the investigation of this phenomenon in Western Siberia. New targeted fieldwork is devoted to the study of early Holocene settlement systems and defensive constructions, employing an integrated multi-proxy approach including survey, small-scale excavation and radiocarbon dating as well as geoscientific, zooarchaeological and archaeobotanical studies. In 2016 to 2019, pilot studies have been carried out on the sites of Mergen 6 in the Ishim forest steppe, on Kayukovo 2 in the middle Ob’ region, and on the promontory fort of Amnya 1 in the northern taiga. First results of this ongoing research already now provide new information on structure, function and chronology of the sites and on their environmental and cultural setting. On this basis external influences, internal social and cultural mechanisms, and environmental factors at play are investigated. The results will lead to a better understanding of the character of the sites and of their position within the cultural landscape and the intergroup dynamics of this period in the forest steppe and taiga zone. The pilot studies have been partly been supported by the Kiel Cluster of Excellence “ROOTS - Social, Environmental, and Cultural Connectivity in Past Societies”.

Mergen drilling

Russian cooperation partners extracting core for pollen analysis at Lake Mergen close to Mergen 6 Stone Age settlement, spring 2019 (photo: TSC, SB RAN).

Mitarbeiterin:
  • Prof. Dr. Henny Piezonka

 

Kooperationspartner:
 
Steinzeitsiedlung Veksa, Nordwestrussland

 

8000 Jahre Kulturentwicklung in der nordosteuropäischen Waldzone

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

Veksa, Russland. Vermessung steinzeitlicher Holzpfähle am Ufer der Vologda bei Niedrigwasser im Herbst 2011 (Foto: H. Piezonka).

Der Fundplatz Veksa in Nordwestrussland stellt mit seiner einmaligen Stratigraphie und ausgezeichneten Erhaltungsbedingungen eine bedeutende Referenzfundstelle für die Vorgeschichte der nordosteuropäischen Waldzone dar. Das bis zu drei Meter mächtige Schichtpaket bietet dabei ideale Voraussetzungen für die Verzahnung von Kultur- und Umweltentwicklung seit dem 6. Jahrtausend v.Chr. Ein herausragender Befund sind pfahlbauartige Strukturen aus dem 4./3. Jahrtausend v. Chr. Ziel der 2015 gemeinsam mit dem Staatlichen Museum Vologda begonnenen neuen Feldforschungen sind Aussagen zu überregional bedeutsamen Aspekten wie der Ausbreitung technologischer Innovationen (frühe Keramik, Bronze- und Eisenmetallurgie), zur Peripherie großer Kulturkomplexe wie der Schnurkeramik und zur bisher ungeklärten Frage nach Beginn und Ablauf des Übergangs zur produzierenden Wirtschaftsweise. Erste Ergebnisse der Abteilung Umweltarchäologie des Kieler Instituts deuten darauf hin, dass Ackerbau in dieser Region möglicherweise erst im Mittelalter Einzug hielt. Zu den besonderen Ergebnissen der neuen Ausgrabungen zählt die Entdeckung zahlreicher sehr gut erhaltener hölzerner Reusen und Fischzaunreste aus dem 3. Jahrtausend v. Chr., welche die zunehmende Bedeutung aquatischer Ressourcen gegen Ende der Steinzeit unterstreichen.

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

Veksa, Russland. Hölzerne Reuse im Uferbereich der Vologda, Ausgrabung 2016 (Illustration: Chr. Engel).

 

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (Förderzeitraum: 2015-2018)

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

 

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen:

Prof. Dr. Henny Piezonka; Prof. Dr. Wiebke Kirleis

Kooperationspartner:

 

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

Veksa, Russland. Jäger-Sammler Keramik des 5. - 3. Jahrtausends v.Chr. (Illustration: H. Piezonka).

 

Zwischen China und Ural: Auf den Spuren der ältesten Wildbeuterkeramik

 

Die Entstehung früher Keramiktraditionen in Transbaikalien und der Mongolei ab dem 12. Jahrtausend v. Chr.

Als um 18.000 v. Chr. große Gebiete der nördlichen Hemisphäre noch von kilometerdickem Gletschereis bedeckt waren, stellten ostasiatische Jäger und Sammler bereits Keramikgefäße her. In der Alten Welt war die Entstehung und Nutzung der ersten Tonware also keineswegs an den Übergang zur produzierenden Wirtschaftsweise gekoppelt. Aktuell wird die Frage diskutiert, ob sich die keramische Innovation bei den eurasischen Jäger-Sammlern von den ältesten Kerngebieten im Fernen Osten kontinuierlich in Richtung Westen bis nach Europa ausbreitete, oder ob es in dem riesigen Gebiet immer wieder zur unabhängigen Erfindung von Tongefäßen gekommen ist. Transbaikalien und die Mongolei sind für diese Fragestellung von zentraler Bedeutung. Doch gerade hier fehlte es bisher an einer modernen archäologischen Datengrundlage, und die Hinterlassenschaften der frühen Nacheiszeit (ca. 12. bis 7. Jahrtausend v. Chr.) sind weitgehend unerforscht.

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

Togootyn gol, Ostmongolei. Auf der Flussterrasse wurden Sondageschnitte zur Erfassung der stratigraphischen Abfolge angelegt (Foto: S. Lorenz).

Das deutsch-russisch-mongolische Kooperationsprojekt widmet sich der Entwicklung einer verlässlichen Datenbasis zur frühkeramischen Epoche in Transbaikalien und der Mongolei. Im Sommer 2014 fanden Feldforschungen an sieben vielversprechenden Plätzen statt. Bereits vor Abschluss aller Analysen und Auswertungen können wir die frühkeramische Epoche in Innerasien inzwischen besser konturieren. Erste Daten vom russischen Fundplatz Krasnaja Gorka an der Eravnoe-Seenplatte weisen auf ein spätpleistozänes Alter der frühen Tonware hin. Damit wäre erstmals der Nachweis dieses ältesten keramischen Horizontes im mittleren Transbaikalien gelungen. Auch in Kibalino an der Selenga kamen Reste von einfachen, schlecht gebrannten Gefäßen in einer Löss-Schicht zutage, die vom Ende der Eiszeit oder aus der frühen Nacheiszeit stammen dürfte. Auf den mongolischen Fundplätzen wurde eine etwas jüngere Phase der Keramiknutzung erfasst, die durch eine schnurabdruckverzierte Ware gekennzeichnet ist. Die neuen Daten eröffnen die Möglichkeit, diesen räumlich und zeitlich weit verbreiteten, aber schlecht erforschten frühen Keramiktyp chronologisch und kulturhistorisch besser einzuordnen.

 

Förderung: Gerda Henkel Stiftung (Förderzeitraum: 2014-2015)

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

 
 
Kooperationspartner:

 

Verlassene Städte in der Steppe

 

Seit 2019 untersucht ein mongolisch-deutsches Forschungsprojekt im Programm „Lost Cities“ der Gerda Henkel Stiftung Rollen und Wahrnehmung frühneuzeitlicher religiöser und militärischer Zentren in der nomadisch geprägten Mongolei.

Die Abwanderung der Menschen vom Land in größere Zentren, aber auch die gewaltsame Zerstörung von Siedlungen und Städten sind Phänomene, die die Weltgeschichte seit vielen tausend Jahren prägen. Parallel dazu entstehen schrumpfende und gänzlich verlassene Städte, sogenannte Lost Cities, vergessene Orte in ländlichen Regionen, deren ursprüngliche Bedeutung unterschiedlich fortwirken kann. Auch in der von nomadischer Lebensweise geprägten Mongolei finden sich solche verlassenen urbanen Plätze. Als frühere Zentren sesshaften Lebens leisten sie bis heute einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Identität des Landes, den es zu genauer zu entschlüsseln gilt. Es sind das tradierte Hirtennomadentum, die Rezeption chinesischer und tibeto-buddhistischer Einflüsse und die kaum einhundert Jahre zurückliegende Staatsgründung als Volksrepublik, die dieses Feld im kulturellen Gedächtnis bestimmen.

Khangaj-Gebirge, Mongolei, Grabungen 2019

Umwallte und offene Siedlungsanlagen der frühen Neuzeit im Khangaj-Gebirge, Zentrale Mongolei (Foto: Sara Jagiolla / CAU Kiel).

Khangaj-Gebirge, Mongolei, Kieler Studierende

Sondageschnitte an einer Hausgrube der Wallanlage: Teamarbeit von Kieler Studierenden und Forschern der Mongolischen Akademie der Wissenschaften (Foto: Sara Jagiolla / CAU Kiel).

Die Erforschung dieses Spannungsfeldes hat sich ein neues ethnoarchäologisches Projekt Forschungsprojekt an der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) zum Ziel gesetzt. Das Projekt „Verlassene Städte in der Steppe: Rolle und Wahrnehmung religiöser und militärischer Zentren in der nomadisch geprägten Mongolei“ kontrastiert dabei buddhistische Klostersiedlungen mit vermutlichen Militärlagern mandschurischer Besatzer während der Qing-Dynastie (1616-1911). Es will neue Erkenntnisse über verschiedene Facetten des urbanen Lebens in der frühneuzeitlichen Mongolei gewinnen und untersuchen, wie sie das kulturelle Gedächtnis über mehrere Generationen hinweg bis in die heutige Zeit prägen. Aktuell führen etwa 30 Prozent der mongolischen Bevölkerung ein Leben als Nomaden. Diese mobile Lebensweise ist ebenso wesentlicher Bestandteil der kulturellen Identität wie auch der Bezug zum Aufstieg des mongolischen Reiches unter der Führung der Großkhane – allen voran Dschingis Khan - im 13. und 14. Jahrhundert. Weniger ist dagegen über die folgenden Jahrhunderte bekannt, als die Mongolei unter der Dominanz der chinesischen Ming-Dynastie und später der mandschurischen Qing-Dynastie stand.

Khangaj-Bebirge, Mongolei: Stipendiatin E. Chadraabal

Die Kieler Promotionsstipendiatin Enkhtuul Chadraabal bei der Untersuchung der Siedlungsschichten, September 2019 (Foto: Sara Jagiolla / CAU Kiel).

Shankh-Kloster, Mongolei, Prof. Martin Oczipka

Projektpartner Prof. Dr. Martin Oczipka von der HTW Dresden widmet sich der Erstellung hochauflösender 3D-Modelle der untersuchten Siedlungs- und Klosteranlagen (Foto: Sara Jagiolla / CAU Kiel).

Das Wissen über diese Zeit zu erweitern und ihr Fortwirken bis in die Gegenwart zu untersuchen, steht im Zentrum des neuen Forschungsprojektes. Dazu werden in einem interdisziplinären Ansatz ethnographische Forschung, archäologische Feldarbeit und Verfahren der Fernerkundung kombiniert. Um zu untersuchen, wie sich die Geschichte bis heute im Bewusstsein der lokalen Bevölkerung widerspiegelt, werden Interviews mit den Menschen vor Ort geführt und ausgewertet. Erste interdisziplinäre Feldarbeiten im September 2019 haben bereits neue Erkenntnisse zur Datierung der vermutlichen Militäranlagen, zu Baustrukturen klösterlicher Plätze und zur Wahrnehmung und Interpretation der Anlagen bei der lokalen nomadischen Bevölkerung erbracht.

Die Forschungen werden von der Gerda-Henkel-Stiftung im Rahmen des Förderschwerpunktes „Lost Cities – Wahrnehmung von und Leben mit verlassenen Städten in den Kulturen der Welt“ seit 2019 gefördert. Besonders hervorzuheben ist die Förderung von drei Nachwuchswissenschaftler*innen durch Forschungs- und Promotionsstipendien (Enkhtuul Chadraabal, Archäologie und Bauforschung; Jonathan Ethier, Archäologie; Dr. Christian Ressel, Mongolistik) innerhalb des Projektes. Projektpartner sind die Mongolische Akademie der Wissenschaften (Prof. Dr. Chuluun Sampildonov), die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Prof. Dr. Henny Piezonka), die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (Prof. Dr. Martin Oczipka) sowie Dr. Birte Ahrens (Bonn). Eine intensive Zusammenarbeit besteht auch mit dem Deutschen Archäologischen Institut (Dr. Christina Franken).

Projektteam

Das Projektteam in Ulaanbaatar, September 2019 (von links): Prof. Dr. Ch. Sampil. (MAS), Dr. Chr. Ressel, J. Ethier, Prof. Dr. H. Piezonka (alle CAU Kiel), E. Chadraabal (MAS / CAU Kiel), Dr. A. Khasbagana (Koordination und Administration Mongolei). Nicht im Bild: Prof. Dr. M. Oczipka (HTW Dresden), Dr. B. Ahrens (Bonn) (Foto: Ch. Sampild.).

Förderung: Gerda Henkel Stiftung (Förderzeitraum: 2019-2021)

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

 
 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
  • Prof. Dr. Henny Piezonka (Projektleiterin, Archäologie und Kulturanthropologie)
  • Enkhtuul Chadraabal (Stipendiatin, Archäologie und Bauforschung)
  • Jonathan Ethier (Stipendiat, Archäologie)
  • Dr. Christian Ressel (Stipendiat, Kulturanthropologie und Mongolistik)
 
Projektpartner:
 
Kooperationspartner:

Publikationen

Monographien

 
2015

  • H. Piezonka, Jäger, Fischer, Töpfer. Wildbeuter mit früher Keramik in Nordosteuropa im 6. und 5. Jahrtausend v. Chr. Archäologie in Eurasien 30. Bonn 2015.

 
2005

  • H. Piezonka, Die Bronze- und frühe Eisenzeit in der ehemaligen Neumark. Untersuchungen zu Forschungsentwicklung und Fundbild bis 1945. Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie 119. Bonn 2005.

 
Artikel und Buchbeiträge

 
Accepted

  • H. Piezonka, L. Kosinskaya, E. Dubovtseva, Y. Chemyakin, D. Enshin, S. Hartz, V. Kovaleva, S. Panina, S. Savchenko, S. Skochina, T. Terberger, V. Zakh, M. Zhilin, A. P. Zykova (accepted, 2019), The emergence of early pottery in the Urals and Western Siberia – New dating and stable isotope evidence. Journal of Archaeological Science.
  • W. Kirleis, M. Wieckowska‐Lüth, H. Piezonka, N. Nedomolkina, S. Lorenz, V. Elberfeld, J. Schneeweiß (accepted, 2019), The Development of Plant Use and Cultivation in the Sukhona Basin, Northwest Russian Taiga Zone. In: Santeri Vanhanen, Radoslaw Grabowski and Peter Hambro‐Mikkelsen (eds), Development of plant cultivation in the Nordic countries from the Prehistoric to the Early Historic Period. Barkhuis Publishing, Groningen.
  • H. Piezonka, North of the Farmers. Mobility and sedentism among Stone Age hunter-gatherers from the Baltic to the Barents Sea. In: J. Orschiedt, C. Liebermann, H. Stäuble, W. Schier (eds), Mesolithikum oder Neolithikum? - Auf den Spuren später Wildbeuter/Mesolithic or Neolithic? - Searching for the late hunter-gatherers. Topoi. Berlin Studies of the Ancient World.
  • H. Piezonka, The World’s Oldest Pots: On the Dispersal of the Ceramic Innovation among Eurasian hunter-gatherers since the Late Glacial period. In: S. Hansen, F. Klimscha, J. Renn (eds), Contextualizing Technical Innovations in Prehistory. Topoi. Berlin Studies of the Ancient World.
  • H. Piezonka, Die frühe Keramik Eurasiens: Aktuelle Forschungsfragen und methodische Ansätze. In: V. I. Molodin, S. Hansen, Multidisziplinäre Methoden in der Archäologie: Aktuelle Ergebnisse und Perspektiven. Materialien der Internationalen Konferenz in Novosibirsk, Russland, 22.-26. Juni 2016.
  • H. Piezonka, N. Nedomolkina, V. Elberfeld, K.-U. Heußner, W. Kirleis, S. Lorenz, M. Wieckowska-Lüth, Pile dwellers in the Sukhona basin? Wooden structures of the 4th and 3rd millennium cal BC at Veksa, Northern Russia. In: Session TH6-11: Settling waterscapes in Europe: the archaeology of Neolithic and Bronze Age pile-dwellings, EAA Vilnius, 2016.

 

2019

  • D. Groß, H. Piezonka, E. Corradini, U. Schmölcke, M. Zanon, W. Dörfler, S. Dreibrodt, I. Feeser, S. Krüger, H. Lübke, D. Panning, D. Wilken (2019) Niche Construction by Hunter‐Gatherers: Adaptations and Transformations in Forest Environments. The Holocene. Special Issue: Katharina Fuchs, Wiebke Kirleis, Johannes Müller (eds), Scales of Transformation: Human‐Environmental Interaction in Prehistoric and Archaic Societies. Doi:10.1177%2F0959683619857231
  • H. Piezonka, N. Nedomolkina, N. Benecke, S. Klooß, S. Lorenz, U. Schmölcke (2019) Stone Age fishing strategies in a dynamic river landscape: Evidence from Veksa 3, Northwest Russia. Quaternary International 44, 2019.
  • H. Piezonka, O. Poshekhonova, V. Adaev, A. Rud' (2019) Migration and its effects on life ways and subsistence strategies of boreal hunter‐fishers: Ethnoarchaeological research among the Selkup, Siberia. Quaternary International 44, 2019.

 

2018

  • T. Terberger, J. Burger, F. Lüth, J. Müller, H. Piezonka (2018) Step by step ‐ The Neolithisation of Northern Central Europe in the light of stable isotope analyses. Journal of Archaeological Science 99, 66‐86.
  • Lucquin A, Courel B, Dolbunova E, Piezonka H, Meadows J, Craig OE, Heron C (2018) What is for dinner tonight? Research on the innovation, dispersal and use of hunter-gatherer pottery in NE Europe (INDUCE). In: Lozovskaya O, Vybornov AA, Dolbunova EV (eds.) Subsistence strategies in the Stone Age, direct and indirect evidence of fishing and gathering. Materials of the international conference dedicated to the 50th anniversary of Vladimir Mikhailovich Lozovski, 15-18 May 2018, Saint-Petersburg. St. Petersburg 2018: 208-209.
  • Nedomolkina N, Piezonka H (2018) Fishing in the Neolithic-Eneolithic periods on the Upper Sukhona (based on the materials of the settlement Veksa 3). In: Lozovskaya O, Vybornov AA, Dolbunova EV (eds.) Subsistence strategies in the Stone Age, direct and indirect evidence of fishing and gathering. Materials of the international conference dedicated to the 50th anniversary of Vladimir Mikhailovich Lozovski, 15-18 May 2018, Saint-Petersburg. St. Petersburg 2018: 132-134.
  • Poshekhonova OE, Piezonka H, Adaev VN (2018) Ethnoarchaeological investigations on the interrelation of mobility, economy and settlement structure at the Northern Sel’kup, Taz region, Western Siberia. In: Lozovskaya O, Vybornov AA, Dolbunova EV (eds.) Subsistence strategies in the Stone Age, direct and indirect evidence of fishing and gathering. Materials of the international conference dedicated to the 50th anniversary of Vladimir Mikhailovich Lozovski, 15-18 May 2018, Saint-Petersburg. St. Petersburg 2018: 107-109.

 

2017

  • N. G. Nedomolkina, H. Piezonka, Results on absolute and relative chronology based on materials from the multi-layered settlement site of Veksa 3. Самарский научный вестник, том 6 №3 (20), 2017, 151-154.
  • N. G. Nedomolkina, H. Piezonka. Results on absolute and relative chronology based on materials from the multi-layered settlement site of Veksa 3. In: Д. В. Герасимов, А. А. Выборнов, А. Н. Мазуркевич, Е. В. Долбунова, Е. С. Ткач (ред.) Культурные процессы в циркумбалтийском пространстве в раннем и среднем голоцене. Доклады международной научной конференции, посвященной 70-летию со дня рождения В.И. Тимофеева. Санкт-Петербург, Россия, 26–28 апреля 2017 г.  Санкт-Петербург 2017: 119-124.
  • H. Piezonka, Die frühe Keramik Eurasiens: Aktuelle Forschungsfragen und methodische Ansätze. In: V. I. Molodin, S. Hansen, Multidisciplinary approach to archaeology: Recent achievements and prospects. Proceedings of the International Symposium “Multidisciplinary approach to archaeology: Recent achievements and prospects”, June 22-26, 2015, Novosibirsk). Novosibirsk 2017: 249-265.
  • H. Piezonka, Mesolithic — Sub-Neolithic — Neolithic: The problem of defining neolithization between East and West. In: Д. В. Герасимов, А. А. Выборнов, А. Н. Мазуркевич, Е. В. Долбунова, Е. С. Ткач (ред.) Культурные процессы в циркумбалтийском пространстве в раннем и среднем голоцене. Доклады международной научной конференции, посвященной 70-летию со дня рождения В.И. Тимофеева. Санкт-Петербург, Россия, 26–28 апреля 2017 г.  Санкт-Петербург 2017: 97-103.
  • H. Piezonka, Narva Pottery in the Eastern Baltic. In: Д. В. Герасимов, А. А. Выборнов, А. Н. Мазуркевич, Е. В. Долбунова, Е. С. Ткач (ред.) Культурные процессы в циркумбалтийском пространстве в раннем и среднем голоцене. Доклады международной научной конференции, посвященной 70-летию со дня рождения В.И. Тимофеева. Санкт-Петербург, Россия, 26–28 апреля 2017 г.  Санкт-Петербург 2017: 258-263.
  • H. Piezonka, N. Nedomolkina, M. Ivanishcheva, N. Kosorukova, M. Kul’kova, J. Meadows, The Early and Middle Neolithic in NW Russia: Radiocarbon chronologies from the Sukhona and Onega regions. Documenta Praehistorica XLIV, 2017, 122-151.
  • О. Е. Poshekhonova, S. V. Berlina, H. Piezonka, W. Kirleis, S. Lorenz, Zh. V. Marchenko, A. A. Rud, Upper Taz Selkups. Archaeological and ethno-archaeological research perspectives. In: A. L. Titovskij, G. P. Tumanova, N. V. Fedorova, A. V. Gusev, D. S. Tupakhin (eds), I International conference “Arctic Archaeology”, Abstracts. November 19-22, 2017, Salekhard. Ekaterinburg 2017: 159-161.
  • D. Tumen, N. Tsydenova, M. Erdene, H. Piezonka, S. Lorenz, D. Khenzykhenova, O. Namzalova, The Stone Age burial of Norovlyn uul, Eastern Mongolia: New evidence on anthropology, subsistence and environmental setting. In: Proceedings of the VII International Scientific Conference “Ancient Cultures of Mongolia, Baikal Siberia and Northern China”, Krasnoyarsk, October 3-7, 2017, 159-164.

 

2016

  • H. Piezonka, J. Meadows, S. Hartz, E. Kostyleva, N. Nedomolkina, M. Ivanishcheva, N. Kozorukova, T. Terberger, Stone Age pottery chronology in the northeast European forest zone: New AMS and EA-IRMS results on foodcrusts. Radiocarbon 58(2), 2016, 267-289.
  • P. Jordan, K. Gibbs, P. Hommel, H. Piezonka, F. Silva, J. Steele, Modelling the Diffusion of Pottery Technologies across Afro-Eurasia: Emerging Insights and Future Research Questions. Antiquity 90, 2016, 590-603.
  • Kosorukova N. V., Kulkova M. A., Piezonka H., Nesterova L. A., Sementsov A. A., Lebedeva L. M., Hartz S., Terberger T. 2016. Radiocarbon dating of Neolithic sites at Karavaikha in the Vozhe lake basin. In: Zajtseva G. V., Lozovskaya O. V., Vybornov A. A., Mazurkevich A. N. (eds), Radiouglerodnaya khronologiya epokhi neolita Vostochnoi Evropy VII-III tysjacheletiya do n. e. Smolensk: Svitok: 410-424.
  • N. G. Nedomolkina, H. Piezonka, Radiocarbon chronology of the Upper Sukhona Region in Early and Middle Neolithic (sites Veksa I and Veksa III). In: Zajtseva G. V., Lozovskaya O. V., Vybornov A. A., Mazurkevich A. N. (eds), Radiouglerodnaya khronologiya epokhi neolita Vostochnoi Evropy VII-III tysjacheletiya do n. e. Smolensk 2016: 425-433.

 

2015

  • H. Piezonka, Multivariate analysis of early ceramics in north-eastern Europe: Understanding chronology, stylistic similarities and cultural transmission. In: V. M. Lozovski, O. V. Lozovskaya, A. A. Vybornov (eds), Neolithic Cultures of Eastern Europe: Chronology, Paleoecology and Cultural Traditions. Materials of the international conference dedicated to the 75th anniversary of Victor Petrovich Tretyakov, May, 12-16, 2015, St. Petersburg. St. Petersburg 2015: 269-276.
  • H. Piezonka, Older than the farmers’ pots? Hunter-gatherer ceramics east of the Baltic Sea In: J. Kabacinski, S. Hartz, D. Raemaekers, T. Terberger (eds), The Dąbki site in Pomerania and the Neolithisation of the North European Lowlands (c. 5000-3000 calBC). Archäologie und Geschichte im Ostseeraum 8. Rahden/Westf. 2015: 307-320.
  • A. Kotula, H. Piezonka, T. Terberger, New pottery dates on the Mesolithic-Neolithic transition in the North-Central European Lowlands. In: J. Kabacinski, S. Hartz, D. Raemaekers, T. Terberger (eds), The Dąbki site in Pomerania and the Neolithisation of the North European Lowlands (c. 5000-3000 calBC). Archäologie und Geschichte im Ostseeraum 8. Rahden/Westf.: 489-509.
  • B. Ahrens, G. Nomguunsüren, H. Piezonka (with contributions by H. Becker, R. Klee, M. Machicek, B. Frohlich, Ts. Amgalantugs), Das mittelalterliche Höhlengrab von Cagaan Chad – Eine Kriegerbestattung am nördlichen Rand der Wüste Gobi. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters 43, 2015, 59-126.
  • N. Tsydenova, D. Tumen, M. Erdene, H. Piezonka, F. I. Khenzykhenova, S. Lorenz, W. Zech, D. B: Andreeva, V. B. Bazarova, O. D. Namzalova, The new Holocene site of Togootyn Gol-V in Eastern Mongolia. In: Ta La (ed.), Ancient Cultures of the Northern Area of China, Mongolia and Baikalian Siberia, Band 1. Hohhot 2015: 88-105.
  • N. Tsydenova, H. Piezonka, The transition from the Late Paleolithic to the Initial Neolithic in the Baikal region: technological aspects of the stone industries. Quaternary International 355, 2015: 101-113.
  • N. Nedomolkina, H. Piezonka, J. Meadows, O. Craig, S. Lorenz, Neolithic complexes of the Veksa sites in the Upper Sukhona basin, north-western Russia: New natural-scientific research. In: V. M. Lozovski, O. V. Lozovskaya, A. A. Vybornov (eds), Neolithic Cultures of Eastern Europe: Chronology, Paleoecology and Cultural Traditions. Materials of the international conference dedicated to the 75th anniversary of Victor Petrovich Tretyakov, May, 12-16, 2015, St. Petersburg. St. Petersburg 2015: 151-158.
  • B. Ahrens, H. Piezonka, G. Nomguunsuren, Buried with his Bow and Arrows: The exceptional cave burial of a 14th century warrior at Tsagaan Khad mountain, Mongolia. In: Ta La (Hrsg.), Ancient Cultures of the Northern Area of China, Mongolia and Baikalian Siberia, Band 2. Hohhot 2015: 683-692.
  • Н. Г. Недомолкина, Х. Пиецонка, С. Лоренц, У. Шмёлке, Новые археологические, остеологические и геоморфологические исследования на комплексе многослойных поселений Вёкса в бассейне Верхней Сухоны. Тверской Археологический Сборник 10(1), 2015, 74-84.

 

2014

  • J. Bemmann, E. Lehndorff, R. Klinger, S. Linzen, L. Munkhbayar, M. Oczipka, H. Piezonka, S. Reichert, Biomarkers in archaeology – Land use around the Uyghur capital Karabalgasun, Orkhon Valley, Mongolia. Praehistorische Zeitschrift 89(2), 2014, 337-370.
  • N. Nedomolkina, H. Piezonka, The pile construction at the Veksa III settlement site by the River Vologda: structure and dating. In: A. N. Mazurkevich, M. E. Polkovnikova, E. V. Dolbunova (eds), Archaeology of Lake Settlements IV-II mill. BC: Chronology of Cultures, Environment and Palaeoclimatic Rhythms. Materials of the international conference dedicated to the semi-centennial anniversary of the researches of lake dwellings in north-western Russia, St. Petersburg, 13-15 November 2014. St. Petersburg 2014: 304-308.
  • N. Kosorukova, H. Piezonka, New finds of the Neolithic time in Karavaikha region in the basin of Vozhe lake. In: A. N. Mazurkevich, M. E. Polkovnikova, E. V. Dolbunova (eds), Archaeology of Lake Settlements IV-II mill. BC: Chronology of Cultures, Environment and Palaeoclimatic Rhythms. Materials of the international conference dedicated to the semi-centennial anniversary of the researches of lake dwellings in north-western Russia, St. Petersburg, 13-15 November 2014. St. Petersburg 2014: 169-174.
  • С. Лоренц, Н. Г. Недомолкина, Х. Пиецонка, Геоморфологический анализ палеоландшафта в бассейне Верхней Сухоны. На примере поселения Вёкса 3. In: В. М. Лозовский, О. В. Лозовская (Hrsg.), Природная среда и модели адаптации озерных поселений в мезолите и неолите лесной зоны Восточной Европы. Материалы Международной научной конференции, Санкт Петербург, 19-21 мая 2014 г. Санкт Петербург, 2014: 11-14.

 

2013

  • H. Piezonka, E. Kostyleva, M. G. Zhilin, M. Dobrovolskaya, T. Terberger, Flesh or fish? First results of archaeometric research on prehistoric burials from Sakhtysh IIa, Upper Volga region, Russia. Documenta Praehistorica 40, 2013: 57-73.
  • S. Hartz, H. Piezonka, North Eurasian hunter-gatherer ceramics as an archaeological source: reply to Kuzmin (2013). Radiocarbon 55 (1), 2013: 205. S. Tusa, G. di Maida, A. Pastoors, H. Piezonka, G.-C. Weniger, T. Terberger, The Grotta di Cala dei Genovesi – new studies on the Ice Age cave art on Sicily. Praehistorische Zeitschrift 88(1-2), 2013: 1-22.

 
2012

  • H. Piezonka, Stone Age Hunter-Gatherer Ceramics of North-Eastern Europe: New Insights into the Dispersal of an Essential Innovation. Documenta Praehistorica 39, 2012: p. 23-51.
  • S. Hartz, E. Kostyleva, H. Piezonka, T. Terberger, N. Tsydenova, M. G. Zhilin) Hunter-Gatherer Pottery and Charred Residue Dating: New Results on the Spreading of First Ceramics in the North Eurasian Forest Zone. Proceedings of the 6th International Symposium “Radiocarbon & Archaeology”, Pafos, Cyprus, April 10-15, 2011. Radiocarbon 54 (3-4), 2012: 1033-1048.
  • S. Lorenz, N. G. Nedomolkina, H. Piezonka, Piles and bones in loamy river banks – Geoarchaeological research on the genesis of the outstanding multiperiod dwelling site of Veksa in the Sukhona Basin. In: Geomorphic Processes and Geoarchaeology: From Landscape Archaeology to Archaeotourism. International Confe¬rence. August 20-24, 2012, Moscow-Smolensk, Russia. Extended Abstracts compiled by M. Bronnikova and A. Panin. Moscow, Smolensk, 2012: 164-168.
  • S. Lorenz, N. G. Nedomolkina, H. Piezonka, Geoarchaeology and floodplain development at the outstanding multiperiod dwelling site of Veksa in the Sukhona basin. In: А. И. Жиров, В. Ю. Кузнецов, Д. А. Субетто, Й. Тиде (Hrsg.), Геоморфология и Палеогеография Полярных Регионов: Материалы совместной между¬народной конференции «Геоморфология и Палеогеография Полярных Регионов», симпо¬зиума «Леопольдина» и совещания рабочей группы INQUA Peribaltic. Санкт-Петербург, СПбГУ, 9 – 17 сентября 2012 года. Санкт-Петербург, 2012: 467-468.
  • C. Grützner, J. Bemmann, J. Berking, M. Frechen, R. Klinger, N. Klitzsch, S. Linzen, S. Mackens, M. Oczipka, H. Piezonka, S. Reichert, M. Schneider, B. Schütt, Improving archaeological site analysis: a rampart in the middle Orkhon Valley investigated with combined geoscience techniques. Journal of Geophysics and Engineering 9, 2012: 70-80.
  • G. Nomguunsüren, B. Ahrens, H. Piezonka, Das Höhlengrab von Cagaan Chad, Bogd sum, Öwörchangaj ajmag. In: J. Bemmann (Hrsg.), Steppenkrieger – Reiternomaden des 7. bis 14. Jahrhunderts aus der Mongolei. Darmstadt 2012: 325-349.
  • G. Nomguunsüren, B. Ahrens, H. Piezonka, Das Höhlengrab aus Chadan Chavcal, Bogd sum, Öwörchangaj aimag. In: J. Bemmann (Hrsg.), Steppenkrieger – Reiternomaden des 7. bis 14. Jahrhunderts aus der Mongolei. Darmstadt 2012: 350-351.

 

2011

  • H. Piezonka, Wildbeuterkeramik zwischen Weißrussland und Weißem Meer. Neue Forschungen zur Ausbreitung früher Tonware in das Gebiet östlich und nördlich der Ostsee. Eurasia Antiqua 17, 2011: 121-156.
  • H. Piezonka, The Earliest Pottery East of the Baltic Sea. Proceedings of the International Workshop „Early Pottery in the Baltic“ in Schleswig, 20th – 21st October 2006. Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 2008 (2011): 301-346.
  • Х. Пиецонка, Ранняя керамика к востоку от Балтийского моря: новые АМС радио-углеродные даты. Тверской Археологический Сборник 8, 2011: 159-174.
  • J. Bemmann, B. Ahrens, C. Grützner, R. Klinger, N. Klitzsch, F. Lehmann, S. Linzen, L. Munkhbayar, G. Nomguunsuren, M. Oczipka, H. Piezonka, B. Schütt, S. Solongo, Geoarchaeology in the Steppe: First results of the multidisciplinary Mongolian-German survey project in the Orkhon valley, Central Mongolia. Археологийн Судлал 30, Fasc. 5, 2011: 69-97.

 

2010

  • Х. Пиецонка, Н. Г. Недомолкика, Многовариантный анализ и распространение неолитической посуды в лесной зоне: на примере памятника Векса 3, северо-запад России. In: III. Северный Археологический Конгресс: Тезисы докладов. Екатеринбург, Ханты-Мансийск 2010: 117-119.
  • С. Харц, С. Н. Савченко, Х. Пиецонка, Т. Тербергер, М. Г. Жилин, От уральских гор до Балтийского Моря – новый взгляд на развитие каменного века. In: III. Северный Археологический Конгресс: Тезисы докладов. Екатеринбург, Ханты-Мансийск, 2010: 57-58.

 

2009

  • H. Piezonka, Rothert, Liebetraut. In: H. Kümper (ed.), Historikerinnen. Eine biobibliographische Spurensuche im deutschen Sprachraum. Schriften des Archivs der deutschen Frauenbewegung 14. Kassel 2009: 183-187.
  • M. Oczipka, J. Bemmann, L. Munkhbayar, B. Ahrens, M. Achtelik, F. Lehmann, H. Piezonka, Small drones for geo-archaeology in the steppe: locating and documenting the archaeological heritage of the Orkhon Valley in Mongolia. In: U. Michel, D. L. Civco (eds), Proceedings of SPIE, Remote Sensing for Environmental Monitoring, GIS Applications, and Geology IX. Proc. SPIE Vol. 7478. Washington, 2009: 747806-1-11.

 

2008

  • H. Piezonka, Neue AMS-Daten zur frühneolithischen Keramikentwicklung in der nordosteuropäischen Waldzone. Estonian Journal of Archaeology 12/2, 2008: 67-113.
  • В. И. Молодин, Г. Парцингер, Ж. В. Марченко, Л. А. Орлова, Х. Пиецонка, Я. В. Кузьмин, А. Е. Гришин, Первые радиоуглеродные даты погребений эпохи бронзы могильника Тартас-1 (попытка осмысления). In: А. П. Деревянко, Н. А. Макаров (eds), Труды II (XVIII) Всероссийского Археологического Съезда в Суздале 2008 г., Том I. Москва, 2008: 325-328.
  • V. I. Molodin, H. Parzinger, D. Ceveendorž, J. N. Garkuša, A. E. Grišin, V. P. Myl’nikov, A. Nagler, H. Piezonka, I. J. Sljusarenko, Das skythenzeitliche Kriegergrab aus Olon-Kurin-Gol. Neue Entdeckungen in der Permafrostzone des mongolischen Altaj. Vorbericht. Eurasia Antiqua 14, 2008: 235-259.
  • B. Ahrens, J. Bemmann, R. Klinger, F. Lehmann, L. Munkhbayar, M. Oczipka, H. Piezonka, B. Schütt, Geoarchaeology in the Steppe – A new multidisciplinary project investigating the interaction of man and environment in the Orkhon valley. Археологийн Судлал (6) 26 Fasc. 16, 2008: 311-327.

 

2007

  • H. Piezonka, Burnt bone analysis. In: E. Danaher, Monumental Beginnings. The archaeology of the N4 Sligo Inner Relief Road (Dublin 2007), CD-ROM „Final excavation and specialist reports“.
  • В. И. Молодин, Г. Парцингер, Д. Цэвээндорж, В. Н. Мыльников, А. Наглер, М. Баярсайхан, Д. Байтилеу, А. Е. Гришин, И. А. Дураков, Ж. В. Марченко, М. В. Мороз, А. П. Овчаренко, Х. Пиецонка, А. С. Пилипенко, Е. А. Слагода, И. Ю. Слюсаренко, А. Л. Субботина, А. Н. Чистякова, А. Г. Шатов), Mультидисциплинарные исследования российско-германско-монгольской экспедиции в Монгольском Алтае. Археологийн Судлал (4) 24, 2007: 160-166.
  • В. И. Молодин, Г. Парцингер, А. Е. Гришин, О. И. Новикова, Х. Пиецонка, А. И. Соловьев, Ю. Н. Гаркуша, Ж. В. Марченко, Е. А. Казакова, Некоторые результаты полевых иссле-дований памятника Тартас-1 в 2007 году. Проблемы археологии, этнографии, антропологии Сибири и сопредельных территорий 13, 2007: 412-417.

 
2006

  • H. Piezonka, Liebetraut Rothert und die brandenburgische Bodendenkmalpflege 1938-1945. Ethnographisch-Archäo¬logische Zeitschrift 47, 2006: p. 117-126.
  • Х. Пиецонка, Лесная зона Северо-Восточной части Европы в эпоху неолита: аспекты хронологии и культурного развития. In: II. Северный Археологический Конгресс: Тезисы докладов. Екатеринбург, Ханты-Мансийск 2006: 61-62.
  • G. Wetzel, H. Piezonka, Liebetraut Rothert. Ein Beitrag zur brandenburgischen Bodendenkmalpflege. Veröffent¬lichungen zur Brandenburgischen Landesarchäologie 38, 2004 (2006): 259-270.
  • В. И. Молодин, Г. Парцингер, Д. Цэвээндорж, В. Н. Мыльников, А. Наглер, М. Баярсайхан, Д. Байтилеу, Ю. Н. Гаркуша, А. Е. Гришин, И. А. Дураков, Ж. В. Марченко, М. В. Мороз, А. П. Овчаренко, Х. Пиецонка, А. С. Пилипенко, Е. А. Слагода, И. Ю. Слюсаренко, А. Л. Субботина, А. Н. Чистякова, А. Г. Шатов), Mультидисциплинарные исследования российско-германско-монгольской экспедиции в Монголь¬ском Алтае. Проблемы археологии, этнографии, антропологии Сибири и сопредельных территорий 12, 2006: 428-433.

 
2005

  • В. И. Молодин, Г. Парцингер, А. Е. Гришин, Ж. В. Марченко, О. И. Новикова, Ю. Н. Гаркуша, Л. Н. Мыльникова, Х. Пиецонка, Е. В. Рыбина, М. А. Чемякина, А. Г. Шатов, Полевые исследования на могильнике Тартас-1 в 2005 году (Барабинская лесостепь). Проблемы археологии, этнографии, антропологии Сибири и сопредельных территорий 11, 2005: 412-417.

 
2004

  • H. Piezonka, Die Bronze- und frühe Eisenzeit in der ehemaligen Neumark. Anmerkungen zum Fundbild bis 1945. In: Stowarzyszenie Naukowe Archeologów Polskich, Oddział Lubuski (Hrsg.), Oder – Hindernis oder Brücke für die Kulturexpansion? II. Deutsch-Polnisches Archäologentreffen in Dychów, 29. April – 1. Mai 2004. Zielo¬na Góra 2004: 141-152.
  • H. Piezonka, Die bronze- und früheisenzeitlichen Fundstellen in der ehemaligen Neumark bis 1945: Anmerkungen zu Forschungsgeschichte, Materialbasis und Quellenkritik. Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthro¬pologie, Ethnologie und Urgeschichte 25, 2004; p. 77-88.
  • В. И. Молодин, Г. Парцингер, А. Е. Гришин, О. И. Новикова, Х. Пиецонка, М. А. Чемякина, Ж. В. Марченко, Ю. Н. Гаркуша, А. Г. Шатов, Исследование могильника бронзового века Тартас-1. Проблемы архео-логии, этнографии, антропологии Сибири и сопредельных территорий 10, 2004: 358-364.

 
Book reviews

 
2012

  • H. Piezonka, Rezension: P. Jordan, M. Zvelebil (eds), Ceramics Before Farming. The Dispersal of Pottery Among Prehistoric Hunter-Gatherers. Walnut Creek, California, 2009. Praehistorische Zeitschrift 87, 2012: 210-215.

 

2005

  • H. Piezonka, Rezension: L. Klassen, Jade und Kupfer. Untersuchungen zum Neolithisierungsprozess im westlichen Ostseeraum unter besonderer Berücksichtigung der Kulturentwicklung Europas 5500-3500 BC Århus, 2004. Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift 46, 2005: 311-318.

 

Popular articles

 

2016

  • H. Piezonka, Rezension: P. Jordan, M. Zvelebil (eds), Ceramics Before Farming. The Dispersal of Pottery Among Prehistoric Hunter-Gatherers. Walnut Creek, California, 2009. Praehistorische Zeitschrift 87, 2012: 210-215.

 

2013

  • H. Piezonka, N. Nedomolkina, 8000 Jahre Menschheitsgeschichte am Rande Europas. Archäologie in Deutschland 5/2013: 54-55.

 

2011

  • G. Nomguunsuren, B. Ahrens, H. Piezonka, J. Bemmann, Ein Krieger aus der Gobi: Exzellent erhaltene Höhlenbestattung entdeckt. Archäologie in Deutschland 1/2011: 4.