Forschungsgeschichte

Die bisherige Forschungsgeschichte auf diesem Fundplatz beschränkt sich auf eine Vermessung und Dokumentation durch Mitarbeiter des Deutschen Archäologischen Institutes (DAI) 1956. Neben einigen Fotos, Ansichtszeichnungen eines Mauerausschnittes, einem Höhenprofil und zahlreichen Skizzen entstand ein erster Gesamtplan mit der äußeren Begrenzung der Befestigungsmauer und den obertägig sichtbaren Mauerzügen im Inneren. Hinzu kommt eine Ansicht des Eingangs im südlichen Mauerabschnitt, der die Monumentalität der Befestigungsanlage verdeutlicht. Diese 1956 angefertigten Pläne wurden 1964 in Anlage an einen Artikel von Frey und Rosselló Bordoy zur Siedlung von S'Illot in den Madrider Mitteilungen publiziert. Der Plan ist auch im Vergleich mit der tachymetrischen Vermessung von 2014 sehr präzise und zeigt den inneren Mauerverlauf nur dort, wo er sichtbar war. Im Nordosten wird ein Kalkbrennofen, als möglicher Talaiot nur angedeutet. Besonders hervorzuheben sind die inneren Mauerzüge, deren Kontext und alter jedoch undokumentiert ist und die im heute viel stärker verbuschten Zustand kaum noch zugänglich sind. Leider fehlt in diesem Plan der im Nordosten befindliche Zugang.

Kurz zuvor wurde ein im äußeren Mauerzug ähnlicher Plan von Tolós und Rosselló Bordoy in der Zeitschrift Ampurias veröffentlicht (Rosselló Bordoy 1962). Im Unterschied zum vorangehenden wird die Umfassungsmauer deutlich und sehr stereotyp vollständig dargestellt. Zudem zeigt der Plan nur wenige Mauern im Inneren und stellt den Talaiot im Nordosten übermäßig deutlich dar. Ein relevanter Unterschied zum Plan des DAI ist lediglich der im Nordosten dargestellte dritte ursprüngliche Zugang.

Schon 1956 wurde die zahlreich an der Oberfläche liegende Keramik beobachtet. Während einer Begehung 2009 und der Vermessung von 2014 konnte diese Beobachtung bestätigt werden. Es handelt sich um urgeschichtliche Keramik, vereinzelt sind charakteristische Merkmale talaiotischer Keramik zu erkennen, und um römische als auch punische Ware.