Lage des Fundplatzes

Der Fundplatz der Siedlung 'Es Rossells' liegt zwischen der Stadt Campos im Westen und dem Ort Cas Concos des Cavaller im Osten in der Gemeinde Felanitx im Südosten von Mallorca (Illes Balears, Spanien). Der Fundplatz liegt somit in der Region Migjorn, die sich als südliche Fortsetzung des eher flachen Zentralteils bis an die südöstliche Küste zwischen den durch Tourismus bekannten Orte S'Arenal de Palma und Cala d'Or erstreckt. Während im Westen nur schwache Erhebungen die Landschaft begrenzen, bildet der südliche Ausläufer der Serra del Llevant mit dem Puig de Sant Salvador (510 m) bei Felanitx eine deutliche Grenze zur östlichen Küste.


Größere Karte anzeigen

Luftbilder (aktuell, 1956) von IDEIB und Karte zur Geologie (WMS) in einem neuen Fenster öffnen.

Die Serra del Llevant ist geologisch sehr vielgestaltig, sie besteht zu großen Teilen aus unterschiedlichen Bildungen von der Oberen Trias bis zum Jura, u.a. mit wesentlichen Anteilen von Dolomit und Kalkstein. Das Migjorn ist dementgegen sehr einheitlich und besteht zu wesentlichen Teilen aus Kalkstein im Untergrund, so auch am Fundplatz von Es Rossells. Westlich der bewaldeten Anhöhen, in der Ebene von Campos, dominieren lokal dann quartäre Sedimente aus Lehm und Kies. Entsprechend nimmt der Umfang und die Intensität der landwirtschaftlichen Nutzung von Osten nach Westen deutlich zu und die verbuschten und bewaldeten Areale ab. Die Luftbilder von 1956 zeigen eine durch Verbiss von Weidetieren, überwiegend wohl Ziegen, deutlich stärker gelichtete Landschaft, auch im Bereich des Fundplatzes von Es Rossells. 

In der unmittelbaren Nachbarschaft zur befestigten Siedlung befindet sich noch ein 'túmul esglaonat', ein ebenfals in großen Kalksteinen errichteter gestufter Hügel. Hinzu kommen eine heute verschüttete Höhle, ehemals vermutlich für Bestattungen genutzt, mindestens ein Naviforme (schiffsförmige Haus, BZ), ein Talaiot (monumentaler Turm, EZ) und eine vielzahl nicht näher interpretierbarer Mauerzügen von der Bronzezeit (periodo naviforme) vermutlich bis zur römischen Besetzung. Aus der jüngeren Vergangenheit stammt ein moderner Kalkbrennofen, dessen Reste im Luftbild gut zu erkennen sind (google.de/maps).