Projekte

D2: Transformationen sozialer und ökonomischer Praxis im Gebiet der Deutschen Mittelgebirge während des 3. Jahrtausends v. Chr. (SFB 1266). DFG GEPRIS

Laufzeit: 2016 -

Projekt D2 untersucht die Transformationen ritueller und ökonomischer Praxis und der Landschaftsnutzung im Kontext von Gesellschaften des 3. Jahrtausends v.u.Z., die gemeinhin mit dem ersten Auftreten der Schnurkeramik verbunden sind. Hauptfragestellung ist es, festzustellen inwieweit die sichtbaren Veränderungen im Bestattungsritus und in der materiellen Kultur mit ökonomischen Veränderungen sowie mit einer veränderten Landnutzung verbunden sind. Dies wird hauptsächlich durch die Untersuchungen zu sozialen Netzwerken, Mustern der Ernährung und der Mobilität erreicht.

Teilprojektleitung: Christoph Rinne, Martin Furholt

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Entstehung, Funktion und Landschaftsbezug von Großsteingräbern, Grabenwerken und Siedlungen der Trichterbecherkulturen in der Region Haldensleben-Hundisburg. DFG GEPRIS

Teilprojekt des Schwerpunktprogrammes: Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung. Zur Entstehung und Entwicklung neolithischer Großbauten und erster komplexer Gesellschaften im nördlichen Mitteleuropa DFG GEPRIS

Olbetal Magnetik

Laufzeit: 2009 - 2019

Die Region des Forschungsprojektes liegt auf der Grenze zwischen dem Norddeutschem Flachland mit seiner Moränenlandschaft und der überwiegend durch Lössböden geprägten Mittelgebirgszone. Der Raum Haldensleben-Hundisburg wird noch heute von über 130 Megalithgräbern der Trichterbecherkultur (ca. 4200 - 2800 v. Chr.) geprägt, ergänzt durch zahlreiche Grabenwerke, Siedlungen und Einzelfunden bilden diese den archäologischen Schatz dieser einmaligen Denkmallandschaft. Ziel des Projektes ist die Rekonstruktion der trichterbecherzeitlichen Siedlungs- und Grablandschaft, wobei ein besonderer Fokus auf den Bezügen zwischen Megalithgräbern, Siedlungen und Grabenwerken vor dem Hintergrund der unterschiedlichen neolithischen und ökonomischen Traditionen liegen wird.

Mit den monographischen Publikationen von Kay Schmütz und Christoph Rinne sind die Ergebnisse des Projektes abschließend vorgelegt.

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Es Rossells, Cas Concos des Cavaller, Mallorca

Es Rossells, Cas Concos, MallorcaLaufzeit: 2014 - 

Im Rahmen eines ERASMUS Dozentenaustausch mit der Universitat de les Illes Balears, Área de Prehistòria wird in Praktika zur angewandten Archäoinformatik die bisher nahezu undokumentiert und bisher unerforschte späteisenzeitliche Talaiot-Siedlung (ca. 550 - 123 v. Chr.) vermessen und prospektiert. Besonders imposant ist die monumentale Umfassungsmauer von 307 m Länge, die mit einer durchschnittlichen Breite von 3 m vielfach noch 2 m hoch erhalten ist. 

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Niedertiefenbach

Niedertiefenbach-icon

Laufzeit: 2014 -

Niedertiefenbach ist eine aus großen Steinplatten erbaute Grabkammer von 10 m Länge und 3,2 m Breite (Galeriegrab). Sie wurde in der Jungsteinzeit (Neolithikum), genauer im Spätneolithikum spätestens um 3.100 v. Chr. errichtet und bis um 2.800 v. Chr. als Bestattungplatz (Grabgruft) genutzt. Aufgrund der großen Anzahl erhaltener Bestatteten und der besonderen Beigaben handelt es sich um ein herausragendes urgeschichtliches Forschungsobjekt der Hessischen Denkmalpflege.

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abgeschlossene Projekte

Els Closos en Can Gaià, Portocolom, Mallorca

Closos en Can GaiàLaufzeit: 2010 - 2013

Im Rahmen eines ERASMUS Dozentenaustausch mit der Universitat de les Illes Balears, Área de Prehistòria wurden Praktika zur angewandten Archäoinformatik auf der Forschungsgrabung in der Siedlung bronzezeitlicher Navetas bei Portocolóm (Felanitx) durchgeführt. Inhalte waren die geophysikalische Prospektion, tachymetrische Vermessung, Messbildentzerrung als auch die Arbeit mit CAD und GIS Software.

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Haldensleben im Mittelalter: Siedlungsprozesse am Rand eines Machtzentrums der Gotik

Nordhusen Kirchenruine, WestquerwerkLaufzeit: 2008 - 2013

Im Rahmen von nicht gesondert geförderten Geländepraktika mit Studierenden des Institutes wird seit 2008 die mittelalterliche Siedlungslandschaft um Haldensleben erforscht. Nur 18 km nordwestlich von Magdeburg gelegen sind hier überwiegend lokale Prozesse zu greifen. Die Templer der Burg Wichmannsdorf und die Siedlung Steinförde zeigen darüber hinaus einen überregionalen Bezug auf. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der geophysikalischen Prospektion der umliegenden Wüstungen, u.a. Nordhusen, Medebeke und Steinförde, hinzu tritt die Vermessung der Burg Wichmannsdorf.

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Die Lange Brücke von Magdeburg - Brückenbau nach dem Dreißigjährigen Krieg

Magdeburg Brücke Otto von GuerickeLaufzeit: 2008

Förmlich "am Wege aufgelesen" wurden in Magdeburg an der Elbe die Pfosten eines Vorgängerbaues der heutigen Anna-Ebert-Brücke vermessen. Die vorliegenden Dendrodaten erlauben die Verbindung mit dem Neubau nach dem Dreißigjährigen Krieg unter dem Bürgermeister, Ingenieur und herausragendem Wissenschaftler Otto von Guerick. Das Denkmal wirft mit seinen Bauphasen einzelne Schlaglichter auf herausragende Ereignisse der Stadtgeschichte. 

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