Frühe Monumentalität und Soziale Differenzierung Bd.15

Mensch-Umweltbeziehungen zwischen 4000 und 2200 cal BC. Vegetationsgeschichtliche Untersuchungen an Mooren und trichterbecherzeitlichen Fundplätzen der Altmark.
Sarah Diers

Die neuen Ausgrabungen neolithischer Großsteingräber bei Lüdelsen (Altmark) haben wichtige Erkenntnisse nicht nur zur Biographie dieser rituellen Plätze und Gräber, sondern für die gesamte tiefstichkeramische Entwicklung erbracht. Sarah Diers stellt im vorliegenden Buch die paläoökologischen Daten zu den Grabungen vor und analysiert anhand mehrerer Pollenprofile aus Mooren der Altmark die Umweltentwicklung zwischen etwa 4000 und 2200 v.u.Z. Es gelingt erstmals, Charakter und Ausmaß des menschlichen Einflusses auf die Umwelt der Altmark im Neolithikum zu enträtseln. Wir erkennen darüber hinaus den starken Zusammenhang zwischen Umwelt und Gesellschaft im Neolithikum.

Bonn, Habelt 2018
ISBN 978-3-7749-4130-4

 

Frühe Monumentalität und Soziale Differenzierung Bd.16

Keramik aus Megalithgräbern in Nordwestdeutschland. Interaktionen und Netzwerke der Trichterbecherwestgruppe
Julia Menne

Die Grabbeigaben neolithischer Megalithgräber in Nordwestdeutschland unterliegen einem stetigen Wandel. Durch die neuen Forschungen an megalithischen Bestattungsplätzen im Verbreitungsgebiet der Trichterbecherwestgruppe deckt die Autorin ein engmaschiges kulturelles Netzwerk auf. Dafür wird ausgewählte Grabkeramik neben einer deskriptiven Analyse mit aktuellen naturwissenschaftlichen Methoden hinsichtlich ihrer materialkundlichen Aspekte untersucht. Erstmals wird der dadurch erkennbare Innovationstransfer zwischen den Nutzern der Megalitgräber detailliert erfasst. Es kristallisiert sich ein klarer Kontrast von Identitäten innerhalb der neolithischen Gesellschaft heraus, der sich gleichsam in Prozessen von Adaptionen und Normierung in territorialen und naturräumlichen Grenzen wiederspiegelt. Das Emsland nimmt hierbei mit seinen zahlreichen Gräbern dieser Art eine bedeutende Mittlerrolle innerhalb der Trichterbecherwestgruppe ein.

Bonn, Habelt 2018
ISBN 978-3-7749-3910-3

 

Frühe Monumentalität und Soziale Differenzierung Bd.14

Kommunikationsstrukturen mittelneolithischer Gesellschaften im nordmitteleuropäischen Tiefland
Louise Lorenz

Über 100 Jahre Forschungs- und Publikationstätigkeit zu Megalithgrabinventaren in Nordmitteleuropa liefern eine umfangreiche, in Einzelberichten und typologischen Studien vorgelegte Materialbasis, die in der vorgelegten Dissertationsschrift in standardisierter Weise erfasst wurde: 22900 Artefakte von 1582 Fundorten, darunter 4357 Keramikgefäße.
Der Autorin gelingt es, regionale typochronologische Gliederungen vorzuschlagen und für Norddeutschland räumliche Trends zu postulieren. Die trichterbecherzeitliche Grabkeramik wird mittels statistischer Analysen auf Fragen zur Interaktion und Kommunikation lokaler und regionaler Gruppen hin untersucht. Daraus entwickelt die Autorin ein Modell, das einen typologische Trend von Westen nach Norden und Nordosten aufzeigt.

Bonn, Habelt 2018
ISBN 978-3-7749-4065-9

 

Frühe Monumentalität und Soziale Differenzierung Bd. 13

Zwischen Elbe und Ems. Die Siedlungen der Trichterbecherkultur in Nordwestdeutschland
M. Mennenga

Im vorliegenden Band werden verschiedene trichterbecherzeitliche Fundplätze Nordwestdeutschlands aus siedlungsarchäologischer Perspektive vorgelegt. Moritz Mennenga kombiniert Fund- und Befundanalysen mit aktuellen naturwissenschaftlichen Datierungen. Dies ermöglicht eine veränderte Sicht auf die Trichterbecher-Westgruppe. Vor allem die Auseinandersetzung mit Architektur und Funktion der Westgruppen-Häuser hat ein neues Bild der Hausentwicklung erzeugt. Weitblickend gelingt es ihm, diese in einen europäischen Rahmen zu stellen und dabei Verbindungen zum nordwesteuropäischen Raum darzulegen. Während also einerseits großräumige Bezüge hergestellt werden können, ermöglicht die detaillierte Analyse der Fundverteilungen andererseits teils überraschende Rekonstruktionen von Aktivitäts- und Abfallzonen - z.B. in der Siedlung Lavenstedt. Auch ein neuer Blick auf Siedlungsbestattungen und "Kulthäuser" trägt zum besseren Verständnis der mittelneolithischen Lebenssituation in Nordwestdeutschland bei. 

Bonn, Habelt 2017
ISBN 978-3-7749-4118-2

 

Frühe Monumentalität und Soziale Differenzierung Bd. 12

Die Entwicklung zweier Konzepte? Großsteingräber und Grabenwerke bei Haldensleben-Hundisburg
Kay Schmütz

Eine „Testregion“ zur Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen nordmitteleuropäischen Trichterbecher-Gesellschaften der norddeutschenTiefebene und den kulturellen Gruppen der lössbedeckten Altsiedellandschaften bildet die Region um Haldensleben-Hundisburg in Sachsen-Anhalt. Hier findet sich in der Altmoränenlandschaft die aus 117 Megalithgräbern bestehende Nekropole des Haldensleber Forstes.Getrennt durch die Beber liegt auf der südlich anschließenden Lössbörde das Grabenwerk Hundisburg-Olbetal.
In mehreren Feldkampagnen wurden Teile des genannten Grabenwerkes und des Ganggrabes Hundisburg-Küsterberg ausgegraben. Zu den überraschenden Ergebnissen gehört das Aufdecken einer großen Grabenanlage, die in die Zeit um 4100 v. Chr. datiert und deren Keramik dem Stil Schiepzig entspricht. Erstmals wird somit ein Grabenwerk der Schiepziger Gruppe vollständig vorgelegt. Das auf der nördlichen Seite der Beber ausgegrabene Megalithgrab vom Küsterberg datiert primär in dieZeit nach 3500 v. Chr. Die Inventare aus der Bernburger Siedlung Hundisburg-Olbetal und dem nur wenige Kilometer entfernten Megalithgrab lassen auf eine verknüpfte Entwicklung schließen: Während zunächst imGanggrab Küsterberg tiefstichkeramische Elemente einen hohen Anteil haben, werden parallel zur Siedlung immer mehr andere Keramikformen im Megalithgrab eingebracht. Spannende und vielschichtige Bezüge einer neolithischen Grenzregion werden erschließbar.

Bonn, Habelt 2017
ISBN 978-3-7749-4051-2

 

Frühe Monumentalität und Soziale Differenzierung Bd.17

Die Megalithgräber im Haldensleber Forst
Christoph Rinne

Der Haldensleber Forst, nordwestlich von Magdeburg  am Mittellandkanal gelegen, ist für seine beachtliche Anzahl von Großsteingräbern bekannt. Mit 117 Grabmonumenten aus eiszeitlichen Findlingen auf nur 86 km² ist er das südlichste Dichtezentrum dieses Denkmaltyps, der sonst vor allem das Norddeutsche Tiefland prägt. Bis heute ist dieses außergewöhnliche Gräberensemble, das selbst im Standardwerk Sprockhoffs „Atlas der Megalithgräber Deutschlands“ fehlt, nicht zusammenfassend dargestellt worden. Die vorliegende Publikation ist daher ein Desiderat. Neben einem Katalog und Plänen der Gräber beinhaltet sie eine Auswertung publizierten sowie bislang unveröffentlichten Materials in Verbindung mit neuerer Forschung und eigenen Aufnahmen. Durch die Kontextualisierung von Gräbern und benachbarten Siedlungen wird die Mikroregion zudem als Siedlungs- und Begräbnislandschaft umfassend dargestellt. Eine CD mit allen erhobenen und in die Analysen eingegangenen Daten bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit für ergänzende Untersuchungen.

Bonn, Habelt 2019
ISBN 978-3-7749-4201-1

Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung 18

Megaliths Societies Landscapes
Early Monumentality and Social Differentiation in Neolithic Europe, Volume 1-3
Eds.: Johannes Müller, Martin Hinz, Maria Wunderlich

The 5th and 4th millennium BCE saw the emergence of monumental architecture in Neolithic and Chalcolithic contexts throughout different parts of Europe. Current research is using a set of diverse methodologies and produces multilayered interpretations in order to create multi-faceted narratives on this phenomenon.
The international conference “Megaliths, Societies, Landscapes. Early Monumentality and Social Differentiation in Neolithic Europe” aimed to bring together researchers from various regions and contexts, thus providing an up-to date perspective on prehistoric monumental architecture. The conference was also an opportunity to present the results of the DFG- Priority Program 1400 “Early Monumentality and Social Differentiation. On the origin and development of Neolithic large-scale buildings and the emergence of early complex societies in Northern Central Europe” which focused on the appearance of monumentality in the context of Neolithic Funnel Beaker communities.
These proceedings present the results of this conference, covering topics such as monuments made of stone, wood and earth, as well as interpretative aspects such as the importance of monumentality for landscape construction and the social significance of monumentality. They comprise of wide-ranging case studies with a continental scope that illustrate the manifold implications and manifestations of monumentality. They also demonstrate the need of holistic approaches and the integration of diverse data sets for the understanding of a phenomenon of such complexity. For a wider understanding of varying forms of monumentality, ethnoarchaeological studies on megaliths from different continents were integrated as well.
The conference proceedings show that the construction of monuments may have been driven by very different factors and was embedded in diverse contexts of social organisation, thus being a highly variable and transformative phenomenon.

Bonn, Habelt 2019
ISBN 978-3-7749-4213-4